Fachschaft Katholische Religionslehre

Überblick über die Aktivitäten der Fachschaft kath. Religionslehre:

Besuch der Synagoge in Weiden

Auch in diesem Schuljahr besuchten die katholischen Schülerinnen und Schüler der 9. Jahrgangsstufe mit ihren Religionslehrerinnen Frau Baumast-Birner und Frau Lindner, nachdem sie sich mehrere Wochen im Religionsunterricht mit dem jüdischen Glauben beschäftigt hatten, die Synagoge in Weiden.

Dort erfuhren sie viel über die Geschichte der Juden in Weiden und über die Synagoge. Herr Friedmann, der die gut eineinhalbstündige Führung leitete, zeigte den Jugendlichen wichtige Erinnerungszeichen des jüdischen Glaubens, wie zum Beispiel den Tallit, die Tefillin und die Mesusa. Zudem konnten sich die Schüler von den eindrucksvollen Torarollen im Toraschrein ein Bild machen. Weiterhin erzählte Herr Friedmann vom jüdischen Gemeindeleben in Weiden, erläuterte die verschiedenen Einrichtungsgegenstände der Synagoge und beantwortete die Fragen der Jugendlichen rund um den jüdischen Glauben.

Misereor Hungertuch-Künstler besucht Kepler-Gymnasium

Der aus Nigeria stammende Künstler Chidi Kwubiri hat am 22. Februar Schülerinnen und Schülern der Oberstufe sein Werk „Ich bin, weil du bist“ erklärt, das in Dripping-Technik entstanden ist und als aktuelles „Hungertuch“ während der Fastenzeit in vielen katholischen Kirchen hängt und auf die Misereor-Fastenaktion aufmerksam machen soll.

Außerdem erzählte Kwubiri von seinem Weg als Künstler, der in einem kleinen nigeranischen Dorf seinen Anfang nahm und der ihn schließlich als Meisterschüler an die Kunstakademie Düsseldorf geführt hat. So erführen die Schülerinnen und Schüler viel über Malerei, afrikanische Kultur und Weltkirche und konnten dabei noch ihre Sprachkenntnisse schulen, denn auf die Dolmetscherin hatte man bei dem auf Englisch gehaltenen Vortrag und der anschließenden Diskussion verzichtet.

Stationengottesdienst im Advent

Die katholischen Schülerinnen und Schüler der 5. Klassen erlebten am 19.12.2017 im Rahmen des Religionsunterrichts einen ganz besonderen Gottesdienst. Wie es der LehrplanPlus in der 5. Jahrgangsstufe im Fach katholische Religionslehre vorsieht, besuchten die Schülerinnen und Schüler ihre „Schulkirche“, die Josefskirche in Weiden. Dabei erkundeten sie den Kirchenraum und setzten sich mit den einzelnen Elementen eines katholischen Gottesdienstes auseinander. Dazu hatten die Religionslehrer Frau Baumast-Birner, Frau Lindner und Herr Schärtl in der Kirche verschiedene Stationen vorbereitet, mit denen sich die Kinder selbstständig in Kleingruppen beschäftigen konnten. Dabei begegnete ihnen beispielsweise das Evangelium des kommenden Sonntags oder sie formulierten an einer anderen Station eigene Fürbitten und brachten diese anschließend vor Gott, wobei sie ein Weihrauchkorn auf eine glühende Kohle legten. Außerdem reflektierten die Schülerinnen und Schüler ihr Verhalten zu ihren Mitmenschen, indem sie sich beim Element „Friedensgruß“ über ihre zwischenmenschlichen Beziehungen Gedanken machten. Dazu formulierten sie eine kurze Botschaft und warfen sie in den dafür vorgesehenen „Briefkasten“.

C. Baumast-Birner, M. Lindner [Schuljahr 2017/18]

Aktion Pomoc 2017

Die Adventszeit ist angebrochen und damit das Warten auf Weihnachten. Für uns ist es selbstverständlich, dass es an Weihnachten Geschenke gibt. Doch für Kinder in Bosnien-Herzegowina gilt das nicht, da viele Menschen in Armut leben. Damit auch diese Kinder zu Weihnachten ein Päckchen erhalten, haben sich in diesem Schuljahr erneut viele Schülerinnen und Schüler an der Aktion Pomoc ́ beteiligt. Pomoc ́ ist kroatisch und bedeutet „Hilfe“. In 69 Schuhkartons stellten die Kepler-Schülerinnen und -Schüler Geschenke mit nützlichen Dingen wie Mützen, kleinen Kosmetikartikeln oder Schulsachen zusammen. Die Kartons wurden am Freitag 01.12. von Herrn Schönberger nach Atzlricht gefahren, von wo aus sie weiter zu den Kindern nach Bosnien-Herzegowina transportiert werden.

M. Lindner [Schuljahr 2017/18]

„Während der Tage der Orientierung habe ich von einigen Mitschülern ganz neue Seiten entdeckt“, so ein Schüler der 10. Klasse.

Die Tage der Orientierung, an denen in diesem Schuljahr insgesamt 63 Schülerinnen und Schüler der 10. Klassen mit ihren Lehrern Frau Baumast-Birner, Frau Lindner, Frau Wutz und Herrn Dr. Wappmann teilgenommen haben, boten den Teilnehmern die Möglichkeit, die Mitschüler in lockerer Atmosphäre neu kennenzulernen und sich mit ihnen auszutauschen. Zudem wurden die Schülerinnen und Schüler Stück für Stück dazu angeleitet, ihre eigene Lebenssituation zu reflektierten und sich über entscheidende Ziele und Fragen ihres Lebens Gedanken zu machen. Verschiedene Kooperationsspiele trugen dazu bei, das gegenseitige Vertrauen sowie die Klassengemeinschaft zu stärken. An den zweieinhalb Tagen im Kloster Ensdorf standen für die Jugendlichen jedoch nicht nur Diskussionen und Arbeit auf dem Programm. Sie konnten darüber hinaus die Gottesdienste der Klostergemeinschaft besuchen oder zusammen mit den Mitschülern in der Freizeit Spaß haben.

M. Lindner [Schuljahr 2017/18]

Besuch an der Universität Regensburg

„Uni-Luft“ geschnuppert haben 30 Schülerinnen und Schüler der Oberstufe beim „Offenen Studientag“ der Fakultät für Katholische Theologie der Universität Regensburg am 12. Oktober 2017. Die Veranstaltung hat sich diesmal mit dem Thema „Gott und das Leid“ einer zentralen theologischen Fragestellung gewidmet.

Nach Kurzvorlesungen von Professoren unterschiedlicher theologischer Disziplinen befassten sich die Schülerinnen und Schüler in Workshops genauer mit Einzelaspekten des Themas. Ein Workshop wurde von Dr. Markus Weißer, einem ehemaligen Schüler des Kepler-Gymnasiums, geleitet, der sich über die Begegnung mit der Kepler-Gruppe und mit seinem ehemaligen Religionslehrer Peter Schönberger, der die Schüler begleitet hat, natürlich ganz besonders gefreut hat.
Im Umfeld des Studientages präsentierten sich verschiedene Einrichtungen der Universität. Die Diözese Regensburg hat den Besuch des Studientages großzügig gefördert.

P. Schönberger [Schuljahr 2017/18]

Projekttag zum jüdischen Leben in Sulzbach-Rosenberg

Das P-Seminar „Museumspädagogik für die Synagoge Sulzbach“ des Herzog-Christian-August-Gymnasiums Sulzbach-Rosenberg führte unter der Leitung von StR Michael Birner einen Projekttag zum jüdischen Leben in Sulzbach-Rosenberg durch. Dazu besuchten drei neunte Klassen des Kepler-Gymnasiums die Synagoge und den jüdischen Friedhof. Die Teilnehmer des Seminars übernahmen mit selbst erstellten museumspädagogischen Materialien die thematische Gestaltung der Exkursion.
Die Materialien und Konzepte wurden im Einzelnen von Johannes Brunner, Florian Hofmann, Johannes Horst, Jannik Huber, Lisa Kölbel, Fabian Lehner, Matthias Reif, Leon Schön, Tizian Trettenbach , Daniel Tscherwenko und Kathrin Ullmann erarbeitet.

Zur Durchführung wurden die Schüler aus Weiden in fünf Gruppen eingeteilt, die jeweils fünf Stationen absolvieren durften. Im Einzelnen bestanden diese Gruppenaktivitäten aus folgenden Punkten:
In zwei Gruppen mussten die Neuntklässlern von den Seminarteilnehmern erstellte Audio-Stationen aufsuchen, die an markanten Punkten der Synagoge auf Tablet-PCs platziert wurden. Zu den Aufnahmen wurden schriftlich Fragen beantwortet, die am Ende zusammen besprochen wurden.
Eine weitere Station beschäftigte sich mit der Architektur der Synagoge. Das von den Seminarteilnehmern erstellte Quiz beinhaltete Fragen zu baulichen Besonderheiten und zur Baugeschichte. Hierbei mussten neben Gebäudeteilen und Einrichtungsgegenständen auch Teile der Dauerausstellung ausgewertet werden.
Eine weitere Gruppe erarbeitete eine interaktive Online-Karte zu Spuren des jüdischen Lebens im Nahbereich um die Synagoge herum. Nach einer kurzen Einführung durch die Leiter suchten die Schüler nach den eingetragenen Punkten in der Stadt und fotografierten ehemals jüdischen Einrichtungen und Wohnhäuser und erfuhren dabei einiges zur Geschichte der ehemaligen Gemeinde Sulzbach.
Eine letzte Station bestand im Besuch des jüdischen Friedhofs durch die verschiedenen Gruppen. Nach der Fahrt mit dem Bus dorthin gab es eine durch Seminarteilnehmer entworfene aktivierende Führung durch diese Einrichtung, die jüdische Begräbnistraditionen wie die Geschichte des Friedhofes beinhaltete, dabei wurden auch dunkle Seiten wie wiederholte Schändungen thematisiert.

Am frühen Nachmittag kehrten die Schüler mit vielen Eindrücken aus der Herzogstadt nach Weiden zurück. Die erstellten museumspädagogischen Materialien stehen für weitere Besuche von Schulklasse des Gedenk- und Begegnungszentrums zur Verfügung.

StR M. Birner
StRin C. Baumast [Schuljahr 2016/17]

Tage der Orientierung 2017

Die Tage der Orientierung im Kloster Ensdorf vom 26.01. bis 28.01 2017 waren ein voller Erfolg. Dieses Fazit zogen die gut 60 Kollegiatinnen und Kollegiaten mit den fünf begleitenden Lehrkräften Frau Hahn, Frau Hauke, Herrn Runkel, Herrn Schärtl und Herrn Wappmann.
In dem vielleicht letzten möglichen Zeitfenster zur Ruhe und Besinnung für die angehenden Abiturienten wurden sie eingeladen, sich im Gespräch auszutauschen, zu sich selbst und den anderen zu finden und ihre Ziele zu benennen oder auch neu zu fixieren. Die klösterliche Atmosphäre bot manch einem Schüler hier eine Hilfestellung, um aus sich herauszugehen und zu lernen, anderen zu vertrauen und sich ihnen anzuvertrauen. Bevor ihre Reise am Kepler ein Ende findet und sie neue Wege betreten, ist für die Abiturjahrgänge diese Tradition des Innehaltens nunmehr so institutionalisiert, dass sie als fester Bestandteil der Lebens- und Abiturvorbereitung verstanden wird. Auch für uns Lehrkräfte ist sie ein Quell der Kraft und sie bietet uns die Möglichkeit der Reflexion unseres Handelns.

OStR J. Runkel [Schuljahr 2016/17]

„Organspende kann auch Ihr Leben retten“

Franz Nowy, der seit vielen Jahren mit einer transplantierten Niere lebt, hat auf Einladung von StRin Carolin Vogl am 24. November 2016 die Schülerinnen und Schüler der 10. Klassen über Möglichkeiten der Organtransplantation informiert. Sehr anschaulich schilderte Nowy, was es bedeutet, auf ein Organ warten zu müssen – in seinem Fall acht Jahre lang. Er berichtete auch, wie sich seine Lebensqualität durch das Spenderorgan verbessert hat. Sein Appell an die Schüler am Ende: „Füllt einen Organspendeausweis aus! Damit nehmt ihr, wenn’s darauf ankommt, euren Angehörigen eine schwierige Entscheidung ab.“. Wichtig war dem Referenten auch der Hinweis, dass er es versteht und respektiert, wenn jemand nach seinem Tod kein Organ spenden will. Entscheidend sei aber die „schweigende Mehrheit“, die zur Organspende bereit wäre, aber oft aus Nachlässigkeit diese Bereitschaft nicht durch einen Organspendeausweis dokumentiert.

„Circle of Life“ - Erfahrungen mit der „mobilen Jugendkirche“

Im Rahmen des Themenbereichs 8.4 „Jugendliche begegnen der Kirche“ des Lehrplans für Katholische Religionslehre besuchten 27 Schülerinnen und Schüler der Klassen 8c und 8d unter der Leitung von StRefin Wittmann und der Begleitung von StR Bogensperger die Pfarrkirche Herz Jesu, in der sich die „mobile Jugendkirche“ zu Gast in Weiden befand. Bei diesem Projekt handelt es sich um eine Aktion der Diözese Regensburg, die Jugendlichen die erlebnisorientierte Auseinandersetzung mit wichtigen Fragen und Sinndimensionen des persönlichen Lebens ermöglichen will.
So sprayten die Jugendlichen zunächst Themen ihres Lebens auf eine Leinwand und drückten damit auch ihre Pläne und Zukunftsvorstellungen aus. Sie erkannten, dass das Leben eine ständige „Baustelle“ ist, auf der sie anpacken und die sie gestalten müssen.
Im Anschluss durchliefen die Schüler im Kirchengebäude selbstständig drei Stationen, die unter dem Motto „waters of life“, „deep life“ und „book of life“ standen. Dabei wurden ihnen Fragen an die Hand gegeben, mit denen sie den Quellen und den Schwerpunkten ihres Lebens nachspürten. Auch setzten sie sich mit ihrem Namen bzw. mit ihrer Identität auseinander. Symbolisch entzündeten sie eine Kerze und legten einen Edelstein ab. Ihren Anliegen verliehen die Schülerinnen und Schüler Ausdruck, indem sie Gebetszettel gestalteten und in eine „Klagemauer“ steckten.
Am Ende der Veranstaltung wurde den Schülerinnen und Schülern bewusst, dass die Kirche moderne Wege geht, um Jugendliche anzusprechen. Somit bleibt das Fazit: Die Kirche ist jung.