Unterstützungsunterricht

Sprachbegleitung am Kepler-Gymnasium

Seit dem Schuljahr 2016/17 ist unser Gymnasium am Projekt „Sprachbegleitung“ beteiligt. Diese Förder­maß­nahme durch den Freistaat Bayern ist vor allem für unsere Schülerinnen und Schüler mit Migrations- bzw. Fluchtgeschichte (also mit nichtdeutscher Mutter­sprache) zusätzlich zum Regelunterricht gedacht, es können aber auch Schülerinnen und Schüler mit Defiziten in Deutsch oder einer Fach­sprache davon profitieren.

Ein sprachsensibler Unterricht im Rahmen des Regelunterrichts, in dem zwar ein bewusster Umgang mit Sprache durch Lesen, Schreiben, Sprechen gepflegt wird, reicht eventuell nicht aus, um manche Schüler trotz gym­na­si­aler Eignung auf das große Ziel Abitur genügend vorzubereiten.

Außerdem stellt die Aneignung einer Fach­sprache, je nach Fach, eine zusätzliche Herausforderung dar, so dass nicht nur in erster Linie das Fach Deutsch, sondern auch Fächer wie Geschichte, Geographie oder die Natur­wissenschaften betroffen sind. Sprachförderung ist also vor allem auch eine fächerübergreifende Aufgabe.

Das Projekt „Sprachbegleitung“ setzt genau dort an:
In einzelnen Modulen (Unterrichtssequenzen), die sich inhaltlich je nach Jahrgangsstufe an ein bestimmtes Leitfach anlehnen (siehe folgende Tabelle), erarbeiten die Schülerinnen und Schüler fachspezifische Inhalte in für die Jahrgangsstufe aktuellen Unterrichtsfächern und erweitern dadurch ihre mündlichen und schriftlichen Fähigkeiten. Zudem erwerben sie Fachwortschatz und vertiefen ihre Fertigkeiten in der Bildungssprache. Leitfächer der einzelnen Jahrgangsstufen am Kepler-Gymnasium:

  Jahrgangsstufe   

  Leitfach

 5

  Deutsch

 6

  Natur und Technik / Geographie  


Ein großer Pluspunkt dieser Förderung ist die mögliche Arbeit in Kleingruppen von maximal zehn Schülerinnen und Schülern, so dass individuell auf die Bedürfnisse jedes Einzelnen eingegangen werden kann.

Die Auswahl der Schüler erfolgt unter anderem anhand von Erhebungen über die im Eltern­haus vor­wiegend gesprochene Sprache, anderer­seits geben auch die Jahres­endnoten des voran­gegangenen Schul­jahrs Aus­schlag. Die Eltern der Schüler, bei denen Förder­bedarf ratsam erscheint, werden durch ein Schreiben ein­ge­laden und können sich entscheiden, diese Förder­maß­nahme anzunehmen oder sich gegen eine Teil­nahme am Förder­unterricht auszusprechen.

Organisatorisches
Der Förderunterricht findet 2-stündig an einem Nach­mittag in der Woche – möglichst un­mittelbar an die Mittags­pause an­schließend – statt, so dass für die teil­nehmenden Schüler und Schülerinnen die nachmit­tägliche Belastung gering gehalten werden kann. Projekt­koordinator und zuständig für die Sprach­begleitung in Jahrgangs­stufe 6 (Natur und Technik) ist Herr StR Dr. Frank Buhr. Das „Sprach­begleitungs-Team“ wird zusätzlich verstärkt durch Frau StDin Martina Schlemmer-Baade (Schwerpunkt Deutsch in Jahrgangsstufe 5).

StR Dr. F. Buhr [Schuljahr 2019/20]