Erster Platz bei Jugend forscht

Mit seinem Projekt „QrTOR-Modernes quantenresistentes Onion Routing“ hat sich Linus Meierhöfer einen ersten Platz beim Regionalwettbewerb im Fachgebiet Mathematik/Informatik gesichert. Die Teilnahme am Landeswettbewerb jugend-forscht vom 24. bis 26. März 2021 ist für Linus damit möglich.

 

Bild Linus Meierhöfer Jugend forscht21Sichere Kommunikation ist nicht selbstverständlich. Du hast ein Geheimnis und möchtest es im Internet geschützt versenden? Dann benutzt du am besten ein Verschlüsselungsverfahren, also ein kryptografisches System. Vi
elleicht hast du schon vom Tor-Browser gehört. Dieser schützt deine Verbindungdaten und mit dem Verfahren des sog. Onion-Routing ist bisher eine Analyse deines Datenverkehrs praktisch unmöglich. Dafür wird nämlich ein ganzes Netzwerk zur Anonymisierung aufgebaut. Das kann allerdings angegriffen werden, wenn Quantencomputer dafür eingesetzt werden. Es ist also an der Zeit, dass Verschlüsselung nun quantensicher wird. Genau dieser Aufgabe hat sich Linus Meierhöfer angenommen.

Im Alleingang hat er die aktuelle Forschungsliteratur auf diesem Gebiet gesichtet und sich in die höhere Mathematik, die dafür benötigt wird, eingearbeitet. Nur dadurch wurde es möglich ein verbessertes Verfahren zu entwickeln, das quantenresistent ist. Bisher wurde dies nur theoretisch für möglich gehalten. Linus hat es allerdings zusätzlich praktisch umgesetzt. Das hat er in seinem Jury-Gespräch eindrucksvoll unter Beweis gestellt. Er musste beim Regionalwettbewerb in zwei Videokonferenzen an der OTH Amberg-Weiden nicht nur der Jury (bestehend aus Fachleuten aus der Forschung, Bildung und der Wirtschaft) seine Überlegungen vermitteln, sondern hat es auch geschafft in einer Live-Demonstration mit vier Rechner ein QrTor-Netzwerk aufzubauen. Das heißt also, dass durch Entwickler wie Linus auch in Zukunft Geheimnisse geschützt werden können und so freie Meinungsäußerungen überhaupt gewährleistet wird.