Von winzigen Welten und von Musikübertragung mit Laserlicht

Der erste MINT-Tag am Kepler-Gymnasium findet regen Zuspruch, Kooperierende Firmen und Hochschulen vor Ort

Wissen Sie, wie der Rauchmelder funktioniert, der sich seit Beginn des Jahres 2018 an der Decke Ihres Schlafzimmers befindet? Bei Anwesenheit von Rauch-Partikeln wird ein normalerweise gebündelter Lichtstrahl gestreut und dieses Licht von einem Sensor erfasst. Dass Technik nicht nur auf diese Weise Leben retten kann, das weiß und hofft jeder. Wie das im Detail funktioniert und dass Technik, Mathematik, Informatik und die Naturwissenschaften (MINT) viel Spaß machen, darüber durften sich große und kleine Besucher am ersten MINT-Tag im Kepler-Gymnasium informieren.

Die Schule, welche im vergangenen Herbst das Prädikat „MINT-freundlich“ erhielt, präsentierte sich ein weiteres Mal als Hochburg entsprechender Aktivitäten. Bereits am Vormittag wurden MINT-Themen fächerübergreifend im Rahmen des stundenplanmäßigen Unterrichts in den Klassen behandelt. Von „Jules Verne et ses idées“ in der Französisch-Stunde bis zum „Geheimnis des BIG BANG versus Gottes Schöpfung“ und einem „Weltraumaufzug“ in Physik war alles dabei.
Am Nachmittag fand dann eine Messe rund um Studium, Ausbildung und Berufswelt in den MINT-Bereichen statt. Die Besucher der Veranstaltung konnten sich hier auch zu den Angeboten der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen und der Ostbayerischen Technischen Hochschule Weiden-Amberg informieren.

Um möglichst viele Schüler für entsprechende Studien- und Ausbildungsrichtungen zu begeistern, waren auch einige erfahrene Wissenschaftler als Referenten und Gesprächspartner für die Veranstaltung gewonnen worden. Frau Johanna Geiß, wissenschaftliche Mitarbeiterin am Lehrstuhl für Hochfrequenztechnik an der Universität Erlangen hielt einen Vortrag mit dem Titel „Musikübertragung mit Laserlicht“ und präsentierte mit professionell ruhiger Hand dazu spannende Experimente. Der Vorstandsvorsitzende der iba AG, Dr. Ulrich Lettau wies in seinem Vortrag „Messen heißt Begreifen“ eindringlich das Publikum auf die Voraussetzungen einer naturwissenschaftlichen Karriere hin: „Bleiben Sie neugierig, gehen Sie den Dingen auf den Grund.“

Zahlreiche ehemalige Absolventinnen und Absolventen des Kepler-Gymnasiums, die in Studienrichtungen und Berufen der MINT-Branche aktiv sind, hatten zum Teil lange Anfahrtswege auf sich genommen, um von ihren Erfahrungen zu berichten. Kooperierende Unternehmen des Kepler-Gymnasiums, darunter die Firma Witron, das IGZ und BAM präsentierten sich mit ihren Ausstellungsständen in der Westhalle. In der Mensa waren von einem Schachfiguren druckenden 3D-Drucker über Smartwatches bis hin zu Laserstrahlen im Goldkolloid ein breites Spektrum an Blitzlichtern aus dem MINT-Bereich geboten. Die Robotik-Gruppe präsentierte verschiedene Anwendungsbeispiele für und mit Arduions, die Schülerforscherwerkstatt einen elektronisch gesteuerten Roboterarm. Luis Forster und Daniel Penner berichteten stellvertretend für das P-Seminar „IngenieurIn gesucht“ von ihren Aktivitäten der vergangenen drei Halbjahre und wiesen darauf hin, dass das moderne Leben in seiner Komplexität nur derjenige verstehen kann, der auch um das Wirken der Ingenieure weiß. Mit großem Elan führten die beiden auch durch die verschiedenen Abschnitte des Nachmittags.

Uni meets Schüler: Keplerianer bestaunen eine von Professor Schmauß von der Uni Erlangen mitgebrachte Baugruppe

Das IGZ gewährt einen Blick in Virtual Reality

Soviel Spaß kann eine Nicht-Newtonsche Flüssigkeit machen

Begeistertes Publikum beim MINT-Tag

Wieder in vertrauten Gefilden: Zahlreiche Absolventinnen und Absolventen sind in der MINT-Branche aktiv

Auch die Firma Witron war mit einem Infostand im Kepler vertreten

Schachfiguren aus dem 3 D -Drucker für die Unterstufe