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Reisetagebuch des P-Seminars Alpenüberquerung

Tag 1 Pünktlich um 7 Uhr starteten die 14 Schülerinnen und Schüler des P-Seminars Alpenüberquerung mit ihren beiden Begleitlehrkräften vom Weidener Bahnhof nach Oberstdorf zum Startpunkt ihrer Wanderroute.

Nach 5 Stunden reibungsloser Zug- und Busfahrt wurde auch gleich noch der 2,5 stündige Aufstieg zum ersten Nachtquartier, der Kemptner Hütte bewältigt.


Tag 2

Um 6 Uhr begann Tag 2 der Alpenüberquerung, der uns bereits nach 30 minütigem Aufstieg am Mädelejoch (1974 m) hinüber nach Österreich führte. Nach dem sich anschließenden Abstieg machten wir in Holzgau im Lechtal eine ausgiebige Mittagspause, bevor wir die 800 Höhenmeter bergauf zur Memminger Hütte in Angriff nahmen. Nach dem anstrengenden Aufstieg ließen wir den Tag auf dem dortigen Hüttenfest bei Musik und gutem Essen gemütlich ausklingen.




Tag 3

Nach einer sternenklaren Nacht begann unser dritter Tag bei tiefblauem Himmel und strahlendem Sonnenschein mit einem einstündigen, anspruchsvollen Aufstieg zum bisher höchsten Punkt unserer Tour, der Seescharte (2599 m). Dort erwartete uns ein unvergesslicher Ausblick auf die Allgäuer und Lechtaler Alpen im Norden sowie den Alpenhauptkamm im Süden. Umgeben von der traumhaften Bergkulisse wanderten wir anschließend weiter in Richtung Inntal. Nach kräftezehrenden 1800 Höhenmetern bergab, die uns weitere tolle Eindrücke des so abwechslungsreichen Alpenpanoramas ermöglichten, erreichten wir Zams. Auf der Busfahrt nach Mittelberg im Pitztal tankten wir neue Kräfte für den letzten Teil der heutigen Tagesetappe, den Aufstieg zur Gletscherstube, unserem Nachtquartier.




Tag 4 - Die Königsetappe

Auch heute meinte es der Wettergott wieder gut mit uns. Zu früher Stunde machten wir uns über den eindrucksvollen Wasserfallweg auf in Richtung Pitztaler und Ötztaler Gletscherwelt. In unvergesslicher Erinnerung wird uns der grandiose Ausblick auf die Gletscher von der Sonnenterrasse der Braunschweiger Hütte bleiben. Nach ausgiebiger Mittagspause bewältigten wir den spektakulären Aufstieg zum Pitztaler Jöchl (2996 m), dem höchsten Punkt unserer Alpenüberquerung. Der anschließende Abstieg führte uns zunächst durch das Geröllfeld des Rettenbachgletschers und dann auf einem idyllischen Waldwanderweg durch das bekannte Söldener Skigebiet hinab nach Zwieselstein im Ötztal. Müde und erschöpft aber glücklich kamen wir nach 11,5 stündiger abwechslungsreicher Wanderung in der gemütlichen Talherberge an.




Tag 5: Ab nach Italien

Trotz schwerer Beine starteten wir motiviert in die heutige Tagesetappe, denn diese sollte uns über das Timmelsjoch nach Italien führen. Der zunächst steile Anstieg über Waldwege ging im weiteren Verlauf in den sogenannten Schmugglerpfad über, der uns schließlich zum Grenzübergang auf 2509 m brachte. Von dort verläuft ein schöner Wanderweg durch das einsame Timmelstal hinab zur Timmelsjoch Passstraße und weiter am Passer entlang in das idyllisch gelegene Bergdorf Rabenstein. Auch leichter Nieselregen konnte uns die gute Laune auf unserem letzten Teilstück nach Moos nicht verderben. Den Abend ließen wir auf der Terrasse unserer Bungalows im Campingplatz Zögghof bei Südtiroler Spezialitäten gemütlich ausklingen.



Tag 6: Sonnenwandern in den Sarntaler Alpen

Nach ausgiebigem Frühstück brachen wir bei strahlend blauem Himmel auf in Richtung Hirzer Hütte. Der malerische Höhenweg oberhalb von St. Leonhard und St. Martin ging später über in einen steilen Steig zur Pfandler Alm. Auf der idyllisch gelegenen Hütte stärkten wir uns für den sich anschließenden anspruchsvollen Aufstieg zum Riffl. Von dort führte uns ein weiterer Höhenweg mit grandioser Fernsicht auf die Ortler- (Südwesten) und Texelgruppe (Nordwesten) sowie das Passeiertal zu unserem Ziel. Ein superleckeres 4-Gänge-Menü in der Hirzer Hütte rundete den wunderschönen Tag ab.





Tag 7: 360°-Panorama

Bei herrlichem Spätsommerwetter bestiegen wir bereits frühmorgens das Hirzer Kar, von dem aus wir noch einen überaus lohnenswerten Abstecher zum Hirzer Gipfel (2781 m) machten. Für die Mühen wurden wir mit einem gigantischen 360°-Blick über die gesamte Südtiroler Alpenkette belohnt. Beim Abstieg wanderten wir über Almwiesen, vorbei an Schafen, Ziegen, Pferden und Kühen und erreichten den traumhaft gelegenen Kratzberger See (2119 m), einen der tiefsten Seen der Alpen. Die Erfrischung im herrlich kalten Wasser wagten nur die ganz Mutigen unter uns. Eine einstündige gemütliche Höhenwanderung führte uns anschließend zur Meraner Hütte. Auf der Hüttenterrasse genossen wir die Abendsonne umgeben von tollem Bergpanorama.




Tag 8: Dem Ziel entgegen - Bozen wir kommen

Unsere letzte Etappe führte uns zunächst über schöne und nicht allzu schwere Wanderwege auf dem Meraner Höhenweg nach Jenesien. Herrliche Ausblicke in die Dolomiten und jede Menge Tiere begleiteten uns auf unserer Wanderung. Vom kleinen Bergdorf oberhalb von Bozen gelegen ging es mit der historischen Seilbahn hinunter in die Landeshauptstadt Südtirols. Ein idyllischer, halbstündiger Spaziergang an der Taufer entlang brachte uns ans Ziel ins Stadtzentrum von Bozen. Glücklich und megastolz auf die erfolgreiche Alpenüberquerung checkten wir in der dortigen Jugendherberge ein. Nach gemeinsamen Pizzaessen feierten wir in der historischen Altstadt noch ausgiebig unsere grandiose, anfangs nicht für möglich gehaltene Leistung.





Tag 9: Zurück in die Heimat

Erschöpft und müde, aber glücklich traten wir um 10:34 Uhr die Heimreise mit dem Zug an. Nach einem Umstieg in München und 7 Stunden Fahrt kamen wir wieder in Weiden an.

Zusammenfassung unserer Alpenüberquerung von Oberstdorf nach Bozen:

  • Freitag 14.09.2018 - Samstag 22.09.2018
  • 8 Tagesetappen + 1 Rückreisetag
  • Wanderstrecke gesamt 157,45 Kilometer
  • Etappenzeiten gesamt 65 h 42 min
  • Höhenmeter bergauf 8183 m
  • Höhenmeter bergab 8673 m



 

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