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Im Fach Geschichte erwerben die Schülerinnen und Schüler vertiefte Erkenntnisse über Strukturen, Entwicklungen, Ereignisse und Persönlichkeiten, welche die Vergangenheit geprägt haben und damit auch das Leben in der Gegenwart beeinflussen. Sie erhalten einen Einblick in das Denken und Handeln der Menschen in früheren Zeiten. Somit wird Ihnen bewusst, wie historisches Wissen entsteht. Das Erkennen der historischen Bedingtheit der Gegenwart stellt eine grundlegende Voraussetzung für die Mitgestaltung der Zukunft dar. Ein vertieftes historisches Bewusstsein ist somit wesentlicher Bestandteil einer fundierten politischen Bildung. Durch die Begegnung mit Geschichte erarbeiten sich die Schülerinnen und Schüler Kompetenzen, die sie bei der Entwicklung der eigenen Identität unterstützen und ihnen die Orientierung in ihrer Lebenswelt erleichtern. Sie werden dazu ermutigt, ihre Rolle in der demokratischen Gesellschaft aktiv wahrzunehmen, deren Werte zu verinnerlichen und zu verteidigen.
Das Kepler-Gymnasium ist Seminarschule u. a. für das Fach Geschichte.
Sozialkunde ist das Leitfach für die politische Bildung. Im Zentrum stehen der Mensch als soziales und politisches Wesen, die wichtigsten Formen des gesellschaftlichen Zusammenlebens, die demokratische Gestaltung der staatlichen Ordnung und die Mitgestaltung der internationalen Politik. Schülerinnen und Schüler entwickeln auf der Grundlage des im Grundgesetz verankerten Menschenbilds Demokratiekompetenz, wodurch die Orientierung in einer dynamischen, globalisierten Welt erleichtert wird. Durch selbstständiges Informieren sind die Schülerinnen und Schüler zu eigenverantwortlichem Handeln, Urteilen und zur Übernahme von Verantwortung in der Gesellschaft befähigt.
Am Montag, dem 2. Februar 2026, machte sich die Klasse 9c zusammen mit den Mitgliedern des P-Seminars Geschichte der 11. Jahrgangsstufe auf den Weg ins Dokumentationszentrum des Reichsparteitagsgeländes in Nürnberg. Die Stadt war in der Zeit des Nationalsozialismus ein wichtiger Stützpunkt für das Regime, insbesondere durch das jährliche Abhalten der Reichsparteitage von 1933 bis 1938. Diese waren im Gegensatz zu heutigen Parteitagen keine Gelegenheit für Austausch und Diskussion, sondern überdimensionierte und propagandistische Massenveranstaltungen, ganz im Sinne der nationalsozialistischen Ideologie.
Das riesig angelegte Reichsparteitagsgelände im Südosten Nürnbergs wurde nie fertiggestellt, das Areal blieb aber nach dem Krieg erhalten und beinhaltet seit 2001 das Dokumentationszentrum Reichsparteitagsgelände, welches architektonisch den originalen Bau der Kongresshalle wie ein Stachel diagonal durchbohrt – eine sinngemäße Durchdringung der Überbleibsel der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft, sowohl baulich als auch inhaltlich.
Die inhaltliche Auseinandersetzung mit dem Gebäude und seiner Geschichte fand in zwei Gruppen statt, die unter der Anleitung zweier Tourguides vom Verein „Geschichte Für Alle e.V.“ zunächst die Interimsausstellung „Nürnberg – Ort der Reichsparteitage: Inszenierung, Erlebnis und Gewalt“ des Dokuzentrums besuchten. Dabei wiederum hatten die Schülerinnen und Schüler die Aufgabe, in jeweils vier Kleingruppen die verschiedenen Stationen der Geschichte Nürnbergs und des Reichsparteitagsgeländes von der Weimarer Republik über die Zeit des sog. „Dritten Reiches“ und die Nachkriegszeit bis hin zur Gegenwart zusammenzufassen und ihren Mitschülerinnen und Mitschülern gegenseitig zu präsentieren.
Nach dieser ersten Phase in der Ausstellung, die sich vor allem mit der Stadt Nürnberg und dem Reichsparteitagsgelände an sich beschäftigte, konnten die Schülerinnen und Schüler in einer zweiten Gruppenarbeit herausarbeiten, auf welche Art und Weise Propagandaveranstaltungen wie die Reichsparteitage vor allem Kinder und Jugendliche in ihren Bann ziehen konnten. Gerade die NSDAP-Jugendorganisationen wie Hitlerjugend und Bund Deutscher Mädel waren ein fester Bestandteil bei Aufmärschen und Paraden der Reichsparteitage. Anhand eines Ausschnittes aus dem Propagandafilm „Triumph des Willens“ (Leni Riefenstahl, 1935) wurde diskutiert, wie die Reichsparteitage und die Kinder und Jugendlichen von HJ und BDM ganz im Sinne der Ideologie in Szene gesetzt wurden.
Nach dem bewegenden und lehrreichen Vormittag im Dokuzentrum des Reichsparteitagsgeländes hatten die Schülerinnen und Schüler noch die Gelegenheit, eigenständig die Altstadt Nürnbergs zu erkunden, bevor sich die Gruppe am Nachmittag wieder zurück auf den Weg nach Weiden machte.
Die Fahrt nach Nürnberg wurde organisiert und begleitet von Herrn Tobias Wagner und den Referendaren des Studienseminars Geschichte.
StRef Geiß
Auch im Jahr 2025 stand für die Zehntklässler des Kepler-Gymnasiums eine besondere Studienfahrt auf dem Programm: die Reise nach Auschwitz und Krakau. Ziel des Besuchs war es, den Jugendlichen die historische Dimension der nationalsozialistischen Verbrechen nicht nur anhand abstrakter Zahlen zu vermitteln, sondern als konkrete, individuelle Schicksale von Millionen Menschen erfahrbar zu machen.
Das P-Seminar Geschichte gestaltet Gedenken zum Novemberpogrom mit
Am 9. November haben Schülerinnen des P-Seminars Geschichte des Kepler-Gymnasiums an der Gedenkveranstaltung der Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit (GCJZ) teilgenommen. Gemeinsam mit rund 70 Teilnehmenden, darunter Landrat Andreas Meier, Landtagsabgeordneter Stephan Oetzinger und Oberbürgermeister Jens Meyer, setzten sie ein wichtiges Zeichen des Erinnerns. Im Vorfeld legten die Schülerinnen Rosen an den Stolpersteinen im Stadtgebiet nieder, die an 56 jüdische Kinder, Frauen und Männer aus Weiden erinnern, die während des Nationalsozialismus ermordet wurden. Während der Veranstaltung trugen Sophie Fütterer und Sarah Näger (beide 11a) eine Rede vor, die die Mitglieder des P-Seminars gemeinsam erarbeitet hatten:
Auf den Spuren der Geschichte: Die Exkursion der 9. Jahrgangsstufe zum Reichsparteitagsgelände der NSDAP in Nürnberg
Am 26. Mai 2025 unternahm die neunte Jahrgangsstufe eine spannende und lehrreiche Exkursion nach Nürnberg ins Dokumentationszentrum „ehemaliges Reichsparteitagsgelände“ Nürnberg. Der Ausflug, ebenso wie der Besuch des Konzentrationslagers Flossenbürg im März, war Teil des Geschichtsunterrichts, in dem in der 9. Klasse vor allem der Nationalsozialismus behandelt wird. Herr Weiß, Herr Wagner und die Mitglieder des Studienseminars für Geschichte hatten die Exkursion organisiert und begleiteten auch die 9. Klassen nach Nürnberg.
Die Reichsparteitage der NSDAP fanden von 1933 bis 1938 jährlich in Nürnberg statt. Anders als die heutigen Parteitage, bei denen hauptsächlich politische Themen besprochen und diskutiert werden, sollten die Reichsparteitage den Nationalsozialismus und die sogenannte „Volksgemeinschaft“ präsentieren und den Diktator Adolf Hitler herausheben. Dazu wählte Hitler Nürnberg aus, da die NSDAP dort eine starke Basis hatte und die Stadt schon eine lange Tradition als Veranstaltungsort vorweisen konnte.
Zu Beginn der Führung dort erfuhren die Schüler, welche Funktionen das Gelände früher hatte und welche Pläne Hitler vor dem Krieg für das Gelände verfolgte. Anschließend besichtigten die Gruppen die sog. Kongresshalle, die nicht fertiggestellt worden ist. Die Bauruine ist aktuell etwa 40 Meter hoch, sollte ursprünglich aber auf eine Höhe von 70 Metern ausgebaut werden. Momentan laufen dort Bauarbeiten, weil die Stadt Nürnberg ein neues Opernhaus im Innenhof der Halle errichtet.
Der Rundgang führte die Schüler weiter über das weitläufige Gelände. Dabei besuchten sie das Zeppelinfeld und die Zeppelintribüne – zentrale Orte der nationalsozialistischen Massenveranstaltungen und des Größenwahns –, die „Große Straße“ und den heutigen Volksfestplatz. Der Weg ging auch entlang des Dutzendteichs. Während der Führung wurden den Schülern Fragen gestellt, die zu Diskussionen anregten.
Sowohl die Schüler als auch die begleitenden Lehrkräfte und die Referendare waren von den Eindrücken vor Ort tief bewegt. Die Exkursion war nicht nur informativ, sondern auch emotional berührend – ein wichtiger Beitrag zur historischen Bildung und zur Beschäftigung mit der deutschen Vergangenheit.
Melissa Blagajcevic, Klasse 9d












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