Lesung im Rahmen der Literaturtage für die 7. Jgst.

Was wäre, wenn Frank Maria Reifenberg heute nicht seine Lesung am Kepler gehalten hätte?

… Dann hätten die 7.-Klässler den sympathischen Autor nicht kennengelernt. Der Kölner schrieb bereits Drehbücher für Film und Fernsehen. Heute schreibt er Kinder- und Jugendliteratur.

… Dann hätten die Schüler die spannenden Bücher „Ocean City“ nicht erlebt. Die Buchreihe erzählt von Jackson und seinen Freunden, die einen Weg gefunden haben, mit einem selbstgebauten Transponder Zeitkonten zu hacken.

… Dann würden wir glauben, die Zukunft liege in den Sternen. Laut F. M. Reifenberg liegt sie aber im Ozean. Die totalitäre Regierung von Ocean City beherrscht im 22. Jahrhundert die Megacity, die auf dem offenen Meer treibt.

… Dann würden wir glauben, Zeit sei zwar wertvoll, aber nicht so wertvoll wie Geld. In der künstlichen Stadt bezahlen die Menschen aber alles mit Zeit, die über Zeitkonten mittels eines Transponders abgebucht wird. Geld gibt es nicht.

… Dann könnten wir uns nicht vorstellen, dass Vertrauen und Freundschaft zur wichtigsten Währung in einer Gesellschaft voller Gefahren werden könnte.

… Dann hätten zahlreiche Schülerinnen und Schüler ein signiertes Buch von F. M. Reifenberg weniger in ihrem Schrank stehen. Mit großer Freude verteilte der Autor am Ende seiner Lesung nämlich Autogramme in die von den Schülern gekauften Romane.

T. Lax [Schuljahr 2018/19]