Von Geckos, Klettern und selbstreinigenden Blättern

Keplerianer erforschen die genialsten Erfindungen der Natur

„Gäbe es einen Nobelpreis für die Gesamtheit wissenschaftlicher Disziplinen, so wäre Bionik der heißeste Anwärter für diese Auszeichnung. Die Natur steckt voll technischer Ideen und Raffinessen.“

Diese Feststellung des bekannten Wissenschaftsjournalisten Kurt Blüchel durften alle sechsten Klassen des Kepler-Gymnasiums im Rahmen der Naturerlebnistage selbst hautnah erfahren. Betreut wurden sie von Schülerinnen und Schülern der Klasse 10e.

So konnten erholungssuchende Badegäste im Stadtbad vergnügten Unterstufenschülerinnen und -schülern zusehen, die mit wassergefüllten Pipetten nicht nur den sogenannten Lotoseffekt von Pflanzenblättern untersuchten. Bei hochsommerlichen Temperaturen wurde hier auch das eine oder andere T-Shirt hinsichtlich seiner wasserabperlenden Wirkung getestet.

Das Maskottchen „Bionikus“ begleitete die Gruppen dann zur Station der Flugmodelle. Am Sportplatz des Kepler-Gymnasiums ließen sich zahlreiche fliegende Modellsamen und auch beinahe-fliegende Schülerinnen und Schüler beobachten. Als Beispiele für stabile Strukturen wurden Faltungen in der Natur im Rahmen eines Wettbewerbs erforscht und die gelungensten Modelle prämiert.

Die Sechstklässler entdeckten den Gecko mit seinen vielen Haftpunkten am Fuß als Vorbild für den vielseitig verwendbaren Nanoplast und erforschten an der Station „Klette“ mittels Mikroskop, Experimenten und Ballspielen die Entwicklung und Stabilität des Klettverschlusses.

Die Zehntklässler bewiesen viel Organisationsgeschick, Geduld und Witz, um die quirligen Unterstufenschüler über sechs Schulstunden hinweg mit pfiffigen Ideen durch die Stationen zu begleiten.

Verena Bärenfänger [Schuljahr 2017/18]