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Jeder Mensch hat Begabungen – ob wir sie erkennen und fördern, liegt an uns. Einer Schülerin und einem Schüler des Kepler-Gymnasium wurde bestätigt, dass sie besondere Begabungen besitzen, indem sie am 17. April 2026 in das TiL-Stipendienprogramm aufgenommen wurden. Sie sind ein „Talent im Land - Bayern“.


Bitte beachten Sie unbedingt auch die Hinweise zur fristgerechten Anmeldung für die Jahrgangsstufe 5 auf der Seite Übertritt.
Hochbegabte Kinder und Jugendliche haben vielseitige Interessen und Bedürfnisse, ebenso Underachiever, die ihre intellektuellen Fähigkeiten nicht so einfach in schulische Leistungen umsetzen können.
Gerade in Zeiten von Corona stellt sich die Frage, wie diese jungen Menschen trotz vieler Einschränkungen weiterhin gefördert und beraten werden können, zumal Schule und Unterricht nicht durchwegs im Präsenzbetrieb stattfinden können. Darüber hinaus können die Kinder und Jugendlichen ihre sozialen Bedürfnisse nur eingeschränkt befriedigen.
Wir haben weitere Informationen zu dieser Thematik für Sie zusammengetragen und einige interessante Links gesammelt.
„Ich sehe mich uns sehen!“
Verantwortung für sich selbst und andere übernehmen lernen – gibt es das als Unterrichtsfach? Ja, gibt es.
In der 5. Jahrgangsstufe hat das Kepler-Gymnasium für die Begabtenklasse ein Unterrichtsfach eingeführt, das die Schülerinnen und Schüler für ihre eigene Person und auch für ihre Mitmenschen sensibilisieren soll. Gerade das Erkennen und Ausweiten Personaler und Sozialer Kompetenzen stellt einen wichtigen Faktor im Leben eines Heranwachsenden dar, damit er sich in seinem sozialen Umfeld, in der Gesellschaft sowie in der Arbeitswelt behaupten kann.
Nach jahrelanger Erfahrung im pädagogischen Umgang mit hochbegabten Schülerinnen und Schülern ist uns bewusst geworden, dass gerade diese Kinder neben den kognitiven und methodischen Fähigkeiten auch ihre sozialen und personalen Kompetenzen ausbauen müssen.
Unserer Schule liegt die Ausbildung dieser Anlagen bei Schülerinnen und Schülern der Begabtenklassen sehr am Herzen, so dass diese neben dem Unterricht in PeSo (5. und 7. Jgst.) seit dem Schuljahr 2015/16 auch ein personorientiertes Coaching genießen dürfen.
In der 5. und 6. Jahrgangsstufe gibt es eine Unterrichtsstunde im Stundenplan, in der drei Coaches (Kernfachlehrer) gleichzeitig für persönliche Bedürfnisse der Schülerinnen und Schüler offene Ohren haben. Die Heranwachsenden können in dieser Zeit in Kleingruppen, aber auch in Einzelgesprächen mit der Lehrkraft klären, was in kein Unterrichtsfach passt.
Das Ziel des Lehrerteams ist es, die Schülerinnen und Schülern dabei zu unterstützen ihr Handeln zu reflektieren und mehr Vertrauen in ihr eigenes Tun zu gewinnen. Die Jugendlichen lernen mit Hilfe des Coaches, sich mit ihrem Lern-, Leistungs- und Sozialverhalten gezielt auseinanderzusetzen. Dabei entwickeln sie einerseits Strategien, ihr Arbeitsverhalten zu optimieren, andererseits erarbeiten sie Möglichkeiten, ihre sozialen Kompetenzen zu erweitern.
Zudem können sich bei den Lernenden Interessensgebiete herauskristallisieren, die in Enrichment- oder Zusatz-Programmen aufgegriffen werden können.
„How Coaching Works“ (externer Link zu YouTube)
Sowohl in PeSo als auch mit Hilfe von Coaching lernen die Kinder und Jugendlichen Schritt für Schritt, dass sie Verantwortung für sich selbst übernehmen müssen und wie sie mit dieser Verantwortung umgehen können. Aus diesem Bewusstsein heraus erkennen die Schülerinnen und Schülern folglich, dass sie auch anderen – z. B. ihren Klassenkameraden – gegenüber eine Verantwortung haben, die sie nicht einfach links liegen lassen dürfen.
In der Mittelstufe wird das Unterrichtsfach PeSo dann weitergeführt, indem die Kompetenzen der Schülerinnen und Schüler im kommunikativen und sozialen Bereich (Kommunikation und Soziales) gefördert werden.
Kinder und Jugendliche lieben es, zu experimentieren, zu basteln, zu forschen, etwas herzustellen, etwas einzuüben. Kinder und Jugendliche haben Interessen, die sie ausüben und vertiefen wollen. Kinder und Jugendliche zeigen gerne, mit was sie sich beschäftigen, und wollen andere mitreißen. All diese Bedürfnisse erkennen wir tagtäglich im Unterricht, weshalb freie Arbeitsformen, offene Unterrichtsmethoden und Projektarbeit eine immer wichtigere Rolle spielen.
Als zusätzliche Möglichkeit, den zahlreichen Interessens- und Begabungsgebieten der Schüler Wertschätzung entgegenzubringen, sehen wir die Expertenarbeit. Jeder Schüler sucht sich selbständig ein Interessensgebiet, für das er Experte werden will (oder es bereits ist), und dazu ein passendes Fach bzw. eine Lehrkraft, mit der er seine Ideen bespricht und die den Schüler bei der Erstellung der Arbeit zeitweise begleitet. Mit der Erstellung eines Experten-Berichts begleiten die Schüler ihre praktische Tätigkeit. Jahr für Jahr erkennen wir bei der Präsentation der Arbeiten, mit welcher Begeisterung und welchem Aufwand sich die Kinder und Jugendlichen ihren Themen widmen. Dabei lernen sie über die Jahre das kontinuierliche Arbeiten an einem praktischen Thema über einen längeren Zeitraum.
Die Schule stellt für die Schülerinnen und Schüler nicht nur einen Lernort dar. Vor allem das Leben innerhalb der Schulfamilie bietet den Kindern und Jugendlichen einen Wert, der ihnen viele Erfahrungen bietet. Die Schülerinnen und Schüler haben viele Möglichkeiten, sich am Schulleben zu beteiligen und in der Schulfamilie zu integrieren. Das Zertifikat der Verantwortung soll die Schülerinnen und Schüler motivieren, sich über den unterrichtlichen Rahmen hinaus sozial zu engagieren.
Für ihr Engagement werden die Jugendlichen am Ende der 10. Jahrgangsstufe belohnt, wenn sie die gesammelten Bescheinigungen über ihre sozialen Aktivitäten in einem Portfolio abgeben. Sie erhalten ein Zertifikat, das ihre Stärken im sozialen Bereich zusammenfasst und für Bewerbungen oder Stipendien dokumentiert.
Auch wenn Jonglieren viel Geschick, Koordination und Konzentration erfordert, sehen wir bereits im zweiten Schuljahr in Folge, dass die Schüler der 5. Begabtenklasse sich über jede neue eingeübte Bewegung freuen. Egal ob der Devilstick tückische Bewegungen macht oder die Jonglierbälle lieber auf dem Boden als in der eigenen Hand landen wollen – frustrieren lassen sich die Schüler*innen nicht. Sie üben und üben, bis es ihnen gelingt, drei Bälle zu jonglieren. Auch das Diabolo bringt den Kindern bei, wie sie gezielte Bewegungen ausführen, um zwei Hände und zwei miteinander verbundene Halbkreise auf einer Schnur zu koordinieren. Und wem das Geschick in den Händen fehlt, der probiert einfach mal die Slackline aus oder wagt sich auf ein Einrad. Der Trainer, Herr Heiß, hat bisher jedem Schüler und jeder Schülerin ein Erfolgserlebnis ermöglicht.
Warum gibt es die Modellklasse für (Hoch-)Begabtenförderung?
Kinder und Jugendliche mit besonderen Begabungen bzw. Hochbegabung weisen spezielle Charakteristika auf, welche einer besonderen Förderung bedürfen.
Wer gehört zur Zielgruppe?
Hochbegabte und besonders begabte Kinder…
Wie werden die Kinder und Jugendlichen besonders gefördert?
Erfahren Sie mehr unter „Zusatzprogramm und Enrichment“.
Grundsätzlich ist jedes Kind begabt; ein Kind, das an das Gymnasium übertreten konnte, stellte seine persönliche Begabung bereits unter Beweis. Und wir am Kepler-Gymnasium haben es uns zur Aufgabe und Herzensangelegenheit gemacht, die uns anvertrauten Kinder und Jugendlichen besonders zu fordern und zu fördern.
Das Kepler-Gymnasium Weiden ist eines der acht Gymnasien in Bayern, an denen besonders begabte Schülerinnen und Schüler in eigenen Begabtenklassen gefördert werden.
Das Konzept dieser Begabtenklassen geht von einem Programm aus, das durch Ergänzungen der Stundentafel anspruchsvoll ist und jedem Einzelnen Möglichkeiten zur Vertiefung bietet. Eine Verkürzung der achtjährigen Ausbildungsdauer des Gymnasiums ist nicht vorgesehen. Die Begabtenklassen beginnen mit der 5. Jahrgangsstufe.
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Video 1: Grundlagen zu "Hochbegabung bei Kindern und Jugendlichen"
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Video 2: Schullaufbahnrelevante Aspekte bei hochbegabten und besonders
begabten Kindern und Jugendlichen: Wichtig ist die richtige Passung.
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Video 3: Förderung von hochbegabten und besonders begabten Schülerinnen
und Schülern in Unterricht und Schule im Rahmen der Personorientierung
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Video 4: Kurze Einführung in die Förderung von hochbegabten und
besonders begabten Schülerinnen und Schüler in der Begabtenklasse
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Unsere Lehrkräfte unterstützen die Kinder und Jugendlichen dabei, ihre Begabungen und Potenziale zu entdecken und zur Entfaltung zu bringen. Ein Schwerpunkt unserer Arbeit liegt darauf, die Schüler zu Selbstständigkeit und sozialer Verantwortung anzuleiten. Es geht uns nicht nur darum, Schwächen zu beheben, sondern vor allem auch Stärken zu fördern.
Außerhalb des regulären Unterrichts finden die Schüler Ansprechpartner, die sie bei schulischen Anliegen unterstützen: Der Beratungslehrer, die Schulpsychologin, Stufenbetreuer, Verbindungslehrer, Schulsozialpädagogin und Mentoren.
Um bei fachlichen Problemen weiterzuhelfen, bieten Fachlehrkräfte eine offene Lernsprechstunde an. Wer Unterrichtsstoff nicht verstanden hat, Hilfestellung für eine bevorstehende Schulaufgabe sucht oder merkt, dass Wissensgrundlagen wackelig sind, kann hier unangemeldet vorbeikommen, nachfragen und sich Hilfe holen.
In der 5. Jahrgangsstufe finden die Schüler in einer Ich-Du-Wir-Stunde Zeit, ihre personalen und sozialen Kompetenzen auszubilden. In der 7. Jahrgangsstufe gibt es im Rahmen von Coaching Gesprächsangebote zwischen einer Lehrkraft und einem Schüler bzw. einer Schülergruppe, um den Kindern und Jugendlichen Gelegenheit zu geben, das eigene Verhalten im Schulalltag zu reflektieren sowie Lösungen für Lernschwierigkeiten zu suchen und einzuüben.
Unsere Begabtenklassen (B-Klassen) werden auch Modellklassen oder Hochbegabtenklassen genannt.
Das Kepler-Gymnasium Weiden ist eines der nur acht Gymnasien in Bayern, an denen besonders begabte Schülerinnen und Schüler in eigenen Begabtenklassen gefördert werden.
Das Konzept dieser Begabtenklassen geht von einem Programm aus, das durch Ergänzungen der Stundentafel anspruchsvoll ist und jedem Einzelnen Möglichkeiten zur Vertiefung bietet. Die Begabtenklassen beginnen mit der 5. Jahrgangsstufe.
Dieses Angebot richtet sich an Schülerinnen und Schüler mit einer überdurchschnittlichen Begabung. Die Auswahl für die Begabtenklasse nehmen wir mit großer Sorgfalt vor. Zum einen orientieren wir uns dabei an den Grundschulleistungen, wobei das Jahreszeugnis der 3. Jahrgangsstufe und das aktuelle Notenbild in der 4. Jahrgangsstufe zugrunde gelegt werden. Zum anderen führen wir am Kepler-Gymnasium einen psychologisch fundierten Intelligenz-Test sowie einen Test-Unterricht durch. Zusätzlich führen wir eingehende Gespräche mit den Eltern.
Übersicht über Zusatzprogramm und Enrichment.pdf
Stundentafel Begabtenklasse 5. und 6. Jgst.pdf
Das Kepler-Gymnasium bietet Schülerinnen und Schülern ein interessantes und anspruchsvolles Zusatzprogramm.
In der Begabtenklasse werden die Lernziele des naturwissenschaftlich-technologischen und des sprachlichen Gymnasiums sinnvoll verbunden. Nach einem behutsamen Beginn in den Jahrgangsstufen 5 und 6, in denen die Schüler*innen durch Coaches begleitet werden und ihre personalen und sozialen Kompetenzen im Fach PeSo stärken, werden sie Schritt für Schritt zur vertieften und eigenständigen Erarbeitung der Lerninhalte geführt. Durch besondere Anreicherungsangebote werden die individuellen Leistungsschwerpunkte der Schüler*innen zur Entfaltung gebracht. Die Arbeit an fächerübergreifenden Projekten vermittelt Schlüsselqualifikationen und erweitert das Methodenrepertoire.
Die Schüler*innen der Begabtenklasse können sich in Arbeitsgemeinschaften und Projektgruppen sowie als Tutoren engagieren und sich so in die Schulfamilie des Kepler-Gymnasiums einbringen und integrieren. Am Ende der Schulzeit stellen wir ein Zertifikat der Verantwortung aus.
Die aktuellen Termine für den Übertritt finden Sie hier.












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