Fachschaft Katholische Religionslehre

Überblick über die Aktivitäten der Fachschaft kath. Religionslehre:

Projekttag zum jüdischen Leben in Sulzbach-Rosenberg

Das P-Seminar „Museumspädagogik für die Synagoge Sulzbach“ des Herzog-Christian-August-Gymnasiums Sulzbach-Rosenberg führte unter der Leitung von StR Michael Birner einen Projekttag zum jüdischen Leben in Sulzbach-Rosenberg durch. Dazu besuchten drei neunte Klassen des Kepler-Gymnasiums die Synagoge und den jüdischen Friedhof. Die Teilnehmer des Seminars übernahmen mit selbst erstellten museumspädagogischen Materialien die thematische Gestaltung der Exkursion.
Die Materialien und Konzepte wurden im Einzelnen von Johannes Brunner, Florian Hofmann, Johannes Horst, Jannik Huber, Lisa Kölbel, Fabian Lehner, Matthias Reif, Leon Schön, Tizian Trettenbach , Daniel Tscherwenko und Kathrin Ullmann erarbeitet.

Zur Durchführung wurden die Schüler aus Weiden in fünf Gruppen eingeteilt, die jeweils fünf Stationen absolvieren durften. Im Einzelnen bestanden diese Gruppenaktivitäten aus folgenden Punkten:
In zwei Gruppen mussten die Neuntklässlern von den Seminarteilnehmern erstellte Audio-Stationen aufsuchen, die an markanten Punkten der Synagoge auf Tablet-PCs platziert wurden. Zu den Aufnahmen wurden schriftlich Fragen beantwortet, die am Ende zusammen besprochen wurden.
Eine weitere Station beschäftigte sich mit der Architektur der Synagoge. Das von den Seminarteilnehmern erstellte Quiz beinhaltete Fragen zu baulichen Besonderheiten und zur Baugeschichte. Hierbei mussten neben Gebäudeteilen und Einrichtungsgegenständen auch Teile der Dauerausstellung ausgewertet werden.
Eine weitere Gruppe erarbeitete eine interaktive Online-Karte zu Spuren des jüdischen Lebens im Nahbereich um die Synagoge herum. Nach einer kurzen Einführung durch die Leiter suchten die Schüler nach den eingetragenen Punkten in der Stadt und fotografierten ehemals jüdischen Einrichtungen und Wohnhäuser und erfuhren dabei einiges zur Geschichte der ehemaligen Gemeinde Sulzbach.
Eine letzte Station bestand im Besuch des jüdischen Friedhofs durch die verschiedenen Gruppen. Nach der Fahrt mit dem Bus dorthin gab es eine durch Seminarteilnehmer entworfene aktivierende Führung durch diese Einrichtung, die jüdische Begräbnistraditionen wie die Geschichte des Friedhofes beinhaltete, dabei wurden auch dunkle Seiten wie wiederholte Schändungen thematisiert.

Am frühen Nachmittag kehrten die Schüler mit vielen Eindrücken aus der Herzogstadt nach Weiden zurück. Die erstellten museumspädagogischen Materialien stehen für weitere Besuche von Schulklasse des Gedenk- und Begegnungszentrums zur Verfügung.

StR Michael Birner
StRin Claudia Baumast

Tage der Orientierung 2017

Die Tage der Orientierung im Kloster Ensdorf vom 26.01. bis 28.01 2017 waren ein voller Erfolg. Dieses Fazit zogen die gut 60 Kollegiatinnen und Kollegiaten mit den fünf begleitenden Lehrkräften Frau Hahn, Frau Hauke, Herrn Runkel, Herrn Schärtl und Herrn Wappmann.
In dem vielleicht letzten möglichen Zeitfenster zur Ruhe und Besinnung für die angehenden Abiturienten wurden sie eingeladen, sich im Gespräch auszutauschen, zu sich selbst und den anderen zu finden und ihre Ziele zu benennen oder auch neu zu fixieren. Die klösterliche Atmosphäre bot manch einem Schüler hier eine Hilfestellung, um aus sich herauszugehen und zu lernen, anderen zu vertrauen und sich ihnen anzuvertrauen. Bevor ihre Reise am Kepler ein Ende findet und sie neue Wege betreten, ist für die Abiturjahrgänge diese Tradition des Innehaltens nunmehr so institutionalisiert, dass sie als fester Bestandteil der Lebens- und Abiturvorbereitung verstanden wird. Auch für uns Lehrkräfte ist sie ein Quell der Kraft und sie bietet uns die Möglichkeit der Reflexion unseres Handelns.

OStR Runkel

„Organspende kann auch Ihr Leben retten“

Franz Nowy, der seit vielen Jahren mit einer transplantierten Niere lebt, hat auf Einladung von StRin Carolin Vogl am 24. November 2016 die Schülerinnen und Schüler der 10. Klassen über Möglichkeiten der Organtransplantation informiert. Sehr anschaulich schilderte Nowy, was es bedeutet, auf ein Organ warten zu müssen – in seinem Fall acht Jahre lang. Er berichtete auch, wie sich seine Lebensqualität durch das Spenderorgan verbessert hat. Sein Appell an die Schüler am Ende: „Füllt einen Organspendeausweis aus! Damit nehmt ihr, wenn’s darauf ankommt, euren Angehörigen eine schwierige Entscheidung ab.“. Wichtig war dem Referenten auch der Hinweis, dass er es versteht und respektiert, wenn jemand nach seinem Tod kein Organ spenden will. Entscheidend sei aber die „schweigende Mehrheit“, die zur Organspende bereit wäre, aber oft aus Nachlässigkeit diese Bereitschaft nicht durch einen Organspendeausweis dokumentiert.

„Circle of Life“ - Erfahrungen mit der „mobilen Jugendkirche“

Im Rahmen des Themenbereichs 8.4 „Jugendliche begegnen der Kirche“ des Lehrplans für Katholische Religionslehre besuchten 27 Schülerinnen und Schüler der Klassen 8c und 8d unter der Leitung von StRefin Wittmann und der Begleitung von StR Bogensperger die Pfarrkirche Herz Jesu, in der sich die „mobile Jugendkirche“ zu Gast in Weiden befand. Bei diesem Projekt handelt es sich um eine Aktion der Diözese Regensburg, die Jugendlichen die erlebnisorientierte Auseinandersetzung mit wichtigen Fragen und Sinndimensionen des persönlichen Lebens ermöglichen will.
So sprayten die Jugendlichen zunächst Themen ihres Lebens auf eine Leinwand und drückten damit auch ihre Pläne und Zukunftsvorstellungen aus. Sie erkannten, dass das Leben eine ständige „Baustelle“ ist, auf der sie anpacken und die sie gestalten müssen.
Im Anschluss durchliefen die Schüler im Kirchengebäude selbstständig drei Stationen, die unter dem Motto „waters of life“, „deep life“ und „book of life“ standen. Dabei wurden ihnen Fragen an die Hand gegeben, mit denen sie den Quellen und den Schwerpunkten ihres Lebens nachspürten. Auch setzten sie sich mit ihrem Namen bzw. mit ihrer Identität auseinander. Symbolisch entzündeten sie eine Kerze und legten einen Edelstein ab. Ihren Anliegen verliehen die Schülerinnen und Schüler Ausdruck, indem sie Gebetszettel gestalteten und in eine „Klagemauer“ steckten.
Am Ende der Veranstaltung wurde den Schülerinnen und Schülern bewusst, dass die Kirche moderne Wege geht, um Jugendliche anzusprechen. Somit bleibt das Fazit: Die Kirche ist jung.

Gottesdienst mal ganz anders

Einen adventlichen Gottesdienst der besonderen Art erlebten die katholischen Schülerinnen und Schüler der 5. Jahrgangsstufe des Kepler-Gymnasiums. Die Religionslehrkräfte Frau Baumast, Frau Vogl und Herr Bogensperger hatten in der Kirche St. Josef zehn unterschiedliche Stationen vorbereitet, welche die Schülerinnen und Schüler in Kleingruppen selbsttätig durchliefen. Dabei setzten sie sich mit den Elementen eines Gottesdienstes auseinander. So formulierten sie in einer Station Fürbitten, welche sie auf ein großes Plakat schrieben. Anschließend brachten sie ihre Bitte zeichenhaft vor Gott, indem sie ein Weihrauchkorn auf eine glühende Kohle legten. In einer weiteren Station machten sich die Schülerinnen und Schüler Gedanken über ihre zwischenmenschlichen Beziehungen und überlegten, wo sie ihre Mitmenschen verletzt oder ihnen geschadet haben. Dabei legten sie eine Glasperle in Form einer Träne auf ein Kreuz. So wurde diese Andacht für die Schüler zu einem erlebnisorientierten, begehbaren Gottesdienst, der viel zu schnell zu Ende ging.

Mit der Klasse ins Kloster - die TdO in Ensdorf

Die TdO (Tage der Orientierung) der 10. Klassen fanden in diesem Jahr vom 23. - 25. September unter der Leitung von Fr. Vogl, Fr. Baumast, Fr. Talbot und Hr. Wappmann statt.
Die beiden teilnehmenden Klassen konnten sich unter dem Begriff TdO zunächst nichts anderes vorstellen als langweilige Gespräche über Gott und die Welt und schulfrei, doch das sollte sich schon bald ändern...

In den drei Tagen sollten Fragen geklärt werden wie „Wer bin ich?“, „Welchen Sinn hat mein Leben?“, „Was sind wir als Klasse?“. Um das zu klären begannen wir mit etwas ganz Einfachem: Spielen.
Das hört sich jetzt vielleicht kindisch an, aber es hilft der Klassengemeinschaft ungemein. Wir mussten gemeinsam Probleme bewältigen und uns dabei gegenseitig helfen.
Die erste Aufgabe war, sich erst irgendwo auf einem gefällten Baum zu platzieren. Dann sollten wir uns nach dem Alphabet aufstellen, ohne diesen zu verlassen. Gar nicht so einfach, doch nach mehreren Fehlschlägen klappte es ganz gut und wir hatten richtig Spaß dabei. Dieses Spiel wiederholten wir öfter in verschiedensten Variationen und bewältigten auch die darauffolgenden Aufgaben mit Geschicklichkeit und einem großartigem Teamgeist.

Aber es gab ja noch die Frage nach der eigenen Identität...
Jede Klasse traf sich in einem eigenen Raum, und wir bekamen den Auftrag, jeder für sich, eine zweiseitige Maske zu malen. Auf der einen Seite Symbole für das, was die meisten von einem wissen, auf der anderen Dinge, die man verbirgt und niemand weiß. Am Anfang wollte keiner über sich selbst reden, doch nach den ersten Geschichten war es, als hätte jemand einen Schalter umgelegt. Wir konnten uns Alles, was wir bis dahin versteckt hatten, offen sagen und manches berührte uns so, dass Tränen flossen.

Bei einer gemeinsamen Nachtwanderung legten wir mit einem Stein symbolisch unsere Sorgen ab und ließen den Tag mit einer Andacht in einer Kapelle ausklingen.

Zum Schluss sprach einer all unsere Gedanken aus: „Ich bin eigentlich nur mitgefahren, weil die Klasse hierher wollte, aber jetzt versteh ich, was das alles soll“.

Mit einem neuen Gefühl machten wir uns auf den Heimweg, nach drei Tagen, die fast ohne Zwischenfälle abliefen und uns zum Nachdenken brachten. Unser Dank gilt allen, die das möglich gemacht haben, und ich denke, keiner von uns wird diese TdO so schnell vergessen.

Frederike Stramm, 10a

 

Besuch in der Synagoge Weiden

Im Rahmen des katholischen Religionsunterrichtes besuchten Schüler der 9.Klasse des Kepler-Gymnasiums mit ihren Lehrkräften Frau Talbot und Frau Vogl die Synagoge in Weiden, wo sie durch Herrn Friedmann viele interessante Informationen zur Entstehung und Geschichte dieses Bauwerks bekamen. Die Schüler erfuhren, dass bereits im 12. Jahrhundert die ersten Juden nach Weiden kamen, doch erst im 16. Jahrhundert war eine größere Gruppe von 60 Juden in der Judengasse nachzuweisen. Per Regierungsbeschluss entstand im 18. Jahrhundert die erste jüdische Gemeinde in Floß mit einem eigenen Rathaus, einem Friedhof und einer Schule. Die Abgaben für dieses Privileg waren jedoch vielen jüdischen Bürgern im Laufe der Zeit zu hoch, deshalb zogen sie nach und nach wieder nach Weiden. Vor der Reichspogromnacht 1938 umfasste die jüdische Gemeinde Weiden an die 200 Mitglieder, doch die Verfolgung durch die Nationalsozialisten vernichtete diese Gemeinschaft völlig. Ihrer Lage inmitten der Altstadt verdankte die Synagoge ihre Erhaltung - sie hätte nicht ohne Schäden für die Nachbargebäude zerstört werden können. Nach dem Krieg bot die Synagoge den jüdischen Flüchtlingen, die den Holocaust überlebt hatten, einen Raum als Versammlungs- und Gebetsort; in den letzten Jahrzehnten konnte sich in Weiden wieder eine große und aktive jüdische Gemeinde etablieren (derzeit 290 Mitglieder). Bei der Besichtigung der Synagoge erzählte Herr Friedmann ausführlich über den jüdischen Glauben sowie bedeutende Festtage und erklärte den interessierten Jugendlichen die einzelnen Einrichtungsgegenstände.

Fremde Religionen entdecken

Am 7. Juli 2015 besuchten die Schüler der Klassen 7a, b und c des Kepler Gymnasiums Weiden im Rahmen des katholischen Religionsunterrichts die türkisch-islamische Gemeinde. Das Kennenlernen des Islam ist ein wichtiger Bestandteil des Religionsunterrichts der 7. Klasse. Den Schülern war deshalb der Besuch der Mevlana-Moschee in der Frühlingsstraße wichtig, um sich die islamische Religion und den Aufbau einer Moschee besser vorstellen zu können.

Die Schüler erkannten die Moschee sofort an dem Minarett und der Kuppel. Als das Gebäude betreten wurde, wurde die Schulgruppe als erstes besonders herzlich von dem Vorbeter, dem Imam, und der türkischen Dolmetscherin begrüßt. Im Eingangsbereich der Moschee kamen die Schüler und ihre begleitenden Lehrerinnen Frau Baumast und Frau Vogl gleich mit den Ritualen bzw. Vorschriften der Muslime in Berührung, als darauf hingewiesen wurde, dass die Schuhe bereits vor dem Betreten des Teppichs vor dem Innenraum des Gebetshauses ausgezogen werden müssen. Als es sich alle auf dem Gebetsteppich bequem gemacht hatten, stellte sich der Imam mit Hilfe der Dolmetscherin vor.

Danach beschrieb er zunächst die verschiedenen Teile der Moschee näher. Dies begann mit der kunstvollen Deckenbemalung, welche aus arabischen Schriftzeichen besteht und den von den Schülern entdeckten Mosaiksteinchen, die dem Raum einen schönen Glanz verleihen. Danach ging es weiter mit der nach Mekka (heilige Stadt der Muslime) ausgerichteten Gebetsnische. Unter anderem erklärte der Vorbeter, dass die Frauen oberhalb der Männer auf einer Empore beten, da die Männer sonst von den Frauen abgelenkt werden könnten. Zum Schluss erzählte er der Gruppe, dass die Moschee erst 2011 fertiggestellt wurde und von 300 Gläubigen besucht werden kann. Bevor die Schülerinnen und Schüler die Gelegenheit bekamen, den Imam beim Beten zu beobachten, informierte er die Schulgruppe über viele Dinge der Weltreligion. Dies war unter anderem, dass der Glaube nicht aufgezwungen werden kann, sondern der Wille zum Glauben von einem selber kommen muss. Aber auch, dass es, wie im Christentum, im Islam nur einen einzigen Gott, Allah, gibt, den man fünfmal am Tag anbeten sollte. Im Fall einer Verhinderung ist es aber nicht ungläubig, wenn man an einem anderen sauberen, beliebigen Ort auf einem Gebetsteppich betet.
Der Glaube an Engel wird im Islam sehr wertgeschätzt, da jeder Moslem je einen Engel auf jeder Schulter hat. Der auf der rechten Schulter sitzende Engel schreibt die guten Taten auf, der linke jedoch die schlechten Taten. Diese wären zum Beispiel, jemanden zu töten oder Leid zuzufügen. In diesem Zusammenhang hat der Imam erwähnt, dass dies ein oberstes Gebot im Koran ist und deswegen zum Beispiel Selbstmordattentäter, die sich und viele unschuldige Menschen mit in den Tod reißen, keine gläubigen Muslime sein können, weil der Glaube ihnen sagt, dass das Töten einer einzigen Person genauso schlimm ist, wie das Töten der ganzen Menschheit. Somit kommt man anstelle des Paradieses in die Hölle. Außerdem wurden die Schüler über die fünf Grundpflichten des Islams aufgeklärt. Nach diesen zahlreichen Informationen durften natürlich weitere Fragen gestellt werden. Da der Imam und die Dolmetscherin eine kleine Spende nicht annehmen wollten, wurde das Geld einer Organisation gespendet, welche Flüchtlinge unterstützt.
Am Ende ging die Gruppe, welche einen interessanten und unterhaltsamen Vormittag erlebt hatte, wieder gemeinsam zur Schule zurück. Die Exkursion hat allen Teilnehmern gefallen.

Lillien Köppel, Franziska Sammet, Rebecca Reichl, Klasse 7b

 

Ich bin dann mal weg...

Spätestens seit Hape Kerkelings Buch „Ich bin dann mal weg“, ist der Run auf den über 1000 Jahre alten Jakobsweg ungebrochen. Bei Pater Marek vom Kloster St. Felix in Neustadt war jedoch ein anderes Buch – geschrieben von Paulo Coelho – der Auslöser für seinen Traum vom Pilgern zum Grab des heiligen Jakobus. 20 Jahre später ergab sich dann die Gelegenheit, sechs Wochen Auszeit zu nehmen und sich auf den Weg zu machen. Nur mit dem Allernötigsten an Kleidung und mit einem Pilgerpass im Gepäck, flog er nach Lourdes in Frankreich, um in einem der weltweit meistbesuchten Pilgerorte seine Wallfahrt nach Santiago de Compostella zu starten. Vor ihm lagen 1149 Kilometer, die er trotz Hitze, Anstrengung und gut gefüllter Pilgerherbergen, mit Gottes Unterstützung meisterte. Im katholischen Religionsunterricht der Klasse 10b erzählte er auf Einladung von Frau Talbot von seinen beeindruckenden Erfahrungen, interessanten Begegnungen und Strapazen. Ausgestattet mit seiner original Pilgerausrüstung inklusive vollgepacktem Rucksack und vielen interessanten Fotos gab er bereitwillig Einblick in seine persönlichen Erfahrungen.

 

Begehbarer Gottesdienst in St. Josef

Der Gottesdienst ist für uns eine wichtige Form der Begegnung mit Gott. Trotzdem sind vielen Menschen manche Teile des Gottesdienstes in ihrer tieferen Bedeutung unklar. Daher organisierten die Religionslehrkräfte Frau Baumast, Herr Bogensperger und Frau Talbot für die katholischen Schülerinnen und Schüler der 5. Klassen einen begehbaren Gottesdienst. In der Pfarrkirche St. Josef wurden zehn Stationen aufgebaut, die wichtige Teile des Gottesdienstes aufgriffen. Durch das Lesen von Kurzerklärungen und durch eigene Aktionen sollten die Kinder einen Bezug zum eigenen Leben herstellen und ein besseres Verständnis für den Gottesdienstablauf erhalten.

 

Tage der Orientierung 2015

Tage der Orientierung 2015

Die Tage der Orientierung im Kloster Ensdorf vom 27.01. bis 31.01 2015 waren ein voller Erfolg. Dieses Fazit zogen die 70 Kollegiatinnen und Kollegiaten mit den vier begleitenden Lehrkräften Frau Hahn, Frau Eberth, Herrn Diettrich und Herrn Wappmann.
Die drei bewusst genossenen Tage im klösterlichen Ambiente boten nicht nur intensiven Austausch sondern auch eine letzte Verschnaufpause vor dem großen Abi-Stress.
Die erwachsenen Schülerinnen und Schüler nutzten die staatlich und kirchlich geförderte Gelegenheit zu einem ungezwungen-entspannten Zusammensein, bevor sie sich nach dem Abitur in alle Himmelsrichtungen aus den Augen verlieren.
Die gruppendynamisch gestalteten Vor- und Nachmittage wurden mit kurzen Nachtwanderungen und anschließender besinnlichen Einkehr in sehenswerten Kirchenräumen in Ensdorf abgerundet.
Vor der Nachtruhe setzte das gesellig-lustige Beisammensein im klösterlichen Kellergewölbe bei Karten-, Kicker-, Brett- und Zauberspielen jeden Abend ein zusätzliches Highlight.

OStRin Eberth

 

Organspende schenkt Leben

Am Mittwoch, den 15. Oktober 2014 besuchte uns Herr Nowy, um als Vertreter des Dialysevereins Weiden einen Vortrag über die Organspende zu halten. Zuerst erzählte er uns die Geschichte der Organtransplantation und berichtete anschließend über die rechtlichen Grundlagen der Organspende in Deutschland, auch im Vergleich zu anderen Ländern in Europa. Herr Nowy klärte ebenfalls über die medizinischen Aspekte auf, dabei ging er auf die Problematik der Wartelisten aufgrund der damit verbundenen Wartezeit ein, da mittlerweile sehr viele Menschen ein lebensnotwendiges Spenderorgan benötigen. Im zweiten Teil der Präsentation erzählte er uns vor allem von seiner eigenen Geschichte. So machte Herr Nowy uns deutlich, wie groß die Einschränkung im alltäglichen Leben sein kann, wenn man beispielsweise Dialysepatient ist. Uns wurde klar, wie „erlösend“ es für die Betroffenen ist, ein Organ gespendet zu bekommen, weil auch Angehörige unter dieser Situation leiden. Ein Organspendeausweis kann in bestimmten Fällen sehr hilfreich sein, denn die Familie und auch die Ärzte können so im Falle eines Hirntodes schnell und nach dem Willen des Verstorbenen handeln. Jeder Schüler konnte einen Spenderausweis mitnehmen und jegliche Fragen wurden uns ausführlich beantwortet. Dieser Vortrag war eine sehr interessante Erfahrung, die uns zum Denken angeregt hat. Wir bedanken uns im Namen aller Zuhörer sowie unserer Lehrkräfte Frau Baumast, Frau Talbot und Frau Vogl bei Herrn Nowy und hoffen, dass auch die zukünftigen 10. Klassen eine solche Aufklärung über Organspende bekommen werden.

Jennifer Rosenau, Nadine Götz und Antonia Wechsler, Klasse 10c

 

Teambuilding zum Schuljahresanfang

„Von der Klasse zum Team.“ Das war das Motto der „Tage der Orientierung“, die drei zehnte Klassen des Kepler-Gymnasiums Weiden im „Haus der Begegnung“ der Salesianer in Ensdorf erlebt haben.
Inhaltlich gestaltet wurden die Orientierungstage von den Lehrkräften Reinald Bogensperger, Karina Ertl, Jochen Runkel, Johann Schärtl, Peter Schönberger und Carolin Vogl. Im Niederseilgarten des Hauses der Begegnung erfuhren die Schülerinnen und Schüler ganz konkret, was es bedeutet, sich aufeinander verlassen zu können. Nur gemeinsam waren die Aufgaben zu meistern. Gesprächsrunden sollten dazu dienen, sich selbst besser kennenzulernen und einander zu verstehen. Als ein Höhepunkt der Veranstaltung wurde eine meditative Nachtwanderung empfunden, wo an verschiedenen Stationen einfache Symbolhandlungen die eigene spirituelle Dimension erschließen sollten.
Das Fazit einer Teilnehmerin: „Die drei Tage waren sehr intensiv. Ich habe viel über meine Mitschüler herausgefunden. So etwas sollte man einmal in der Woche auch in der Schule machen.“

Tage der Orientierung 2014

 

Anfangsgottesdienst inmitten eines Kunstwerks

Die Anfangsgottesdienste erlebten die Schüler des Kepler-Gymnasiums in diesem Schuljahr „inmitten eines Kunstwerks“.

Schuljahresanfangsandacht

Auf Betreiben von Kepler-Kunsterzieher und Kurator Axel T Schmidt fanden die traditionellen Andachten zum Schuljahresbeginn des Kepler-Gymnasiums diesmal in der ehemaligen Augustinerkirche statt. Das dort zu sehende und von Schmidt betreute Kunstwerk „Farbvergnügen“ stand dabei im Mittelpunkt der Andacht. Zunächst schilderten die Schüler ihre spontanen Eindrucke, die Schmidt mit kunstgeschichtlichen Hintergrundinformationen einordnete. Anschließend wagten sich die Religionslehrkräfte Dr. Volker Wappmann und Reinald Bogensperger an eine Deutung der Bilder aus religiöser Sicht. Der Einbruch der Farbe ins vorherige Grau erinnere ihn, so Reinald Bogensperger, an das Ostergeschehen. Wappmann verband den Psalm „Der Herr ist mein Licht und mein Heil“ mit dem Kunstwerk. Am Ende der von Religionslehrer Peter Schönberger an der Orgel musikalisch gestalteten Andacht stand das gemeinsam gesungene Lied „Suchen und Fragen“. „Vielleicht umschreibt dieser Liedtext am besten die Intention von ‚Farbvergnügen‘“, so Axel T Schmidt in seinem Resümee.

„Farbvergnügen“ ist noch bis Ende Oktober in der ehemaligen Augustinerkirche zu sehen.

Exkursion des W-Seminars Life-Sciences nach Amberg

Am Mittwoch, den 26.02.2014, ging es für das W-Seminar Life-Sciences nach Amberg. Dort erwartete uns ein aufschlussreicher Tag in der Provinzialbibliothek und im Amberger Klinikum. Am Vormittag besuchten wir die Bibliothek, in der wir zuerst eine Führung durch den Alt- und Neubau erhielten und im Anschluss daran unsere erlernten Kenntnisse einsetzen konnten, um eine gewisse Anzahl an vorgegebenen Büchern zu finden. Zum Abschluss wurden uns die ältesten Bestände der Bibliothek gezeigt. Diese staubigen Bücher wirkten durch ihre Größe sehr faszinerend.
Nach einer circa einstündigen Pause in der Amberger Innenstadt machten sich die Teilnehmer des W-Seminars Life-Sciences auf den Weg zum „Kinderwunschzentrum“ im Klinikum St. Marien.
Dort angekommen, fanden wir uns nach einer kurzen Zeit der ersten Orientierung in der Kinderwunschpraxis von Dr. med. Jürgen Krieg und seinem Ärzte- und Assistententeam ein. Das reproduktionsmedizinische Zentrum in Amberg zählt laut „jameda.com“ – einem populären, deutschlandweiten Bewertungsportal für Fachärzte aller Art – zu einem der renommiertesten in Bayern.
Der Reproduktionsmediziner lud die Schülerinnen und Schüler anschließend im, zum Präsentationsraum umfunktionierten Wartezimmer, ein, Platz zu nehmen und einen Kurzvortrag über die Grundlagen der Reproduktionsmedizin anzuhören.
Der qualitativ sehr hochwertige und fundierte Vortrag informierte die Teilnehmer umfassend und gut verständlich. Angefangen bei der Historie, über die Grundlagen von Befruchtung und embryonalem Wachstum bis hin zum Tätigkeitsfeld des Praxisteams wurden sämtliche Aspekte äußerst interessant abgedeckt. Die Schülerinnen und Schüler hatten zu jeder Zeit die Möglichkeit nachzufragen. Zudem untermalten eindrucksvolle Mikroskopbilder (siehe Abbildung) den Informationsfluss und veranschaulichten die soeben erworbenen Fachkenntnisse.

Teilnehmer

Quelle: http://www.quranandscience.com/

Besondere Aufmerksamkeit widmete Dr. med. Jürgen Krieg dabei diversen medizinischen Techniken der Reproduktionsmedizin. So zum Beispiel der sogenannten „In-vitro-Fertilisation“ – kurz IVF. Die IVF bildet die derzeit gängigste Methode der künstlichen Reproduktion. Bei dieser Methode werden die Spermien des zukünftigen Vaters mit der Eizelle der Mutter außerhalb des Körpers vereint und anschließend in den Uterus der Frau transferiert. Die IVF weist eine totale Erfolgsrate von ungefähr 32% Prozent auf.
Im weiteren Verlauf der Veranstaltung waren nun die Schülerinnen und Schüler an der Reihe, dem Fachkundigen Fragen zu stellen. Diese wurden einfach, verständlich und oftmals mit positivem Humor beantwortet. Bemerkenswert hierbei war die Schilderung des Umgangs mit der ethischen „Zwickmühle“, der die Reproduktionsmediziner fast täglich ausgesetzt sind.
Als „Abrundung“ des Programms zeigte uns Dr. med. Jürgen Krieg am Ende der Informationsveranstaltung noch den stickstoffgefüllten Tank, der alle Spermien und Eizellen beinhaltet und entließ die Teilnehmer des P-Seminars anschließend mit dem Angebot, sich bei medizinischen Fragen bezüglich der Seminararbeit an ihn zu wenden.
Bei der Ankunft in Weiden waren sich alle einig, dass es eine gelungene Exkursion mit vielen neuen Denkanstößen und Erlebnissen war, und der ein oder andere Gedanke bestimmt in einer der Seminararbeiten zu finden sein wird.

Jakob Artinger und Quirin Braun

Besuch an der Universität Regensburg

„Uni-Luft“ geschnuppert haben Schülerinnen und Schüler der Oberstufe beim „Offenen Studientag“ der Fakultät für Katholische Theologie der Universität Regensburg am 14. Februar 2014. Zusammen mit Schülerinnen und Schülern des Augustinus-Gymnasiums besuchten sie die Veranstaltung zum Thema „Gott und Geld“.
Nach Kurzvorlesungen von Professoren unterschiedlicher theologischer Disziplinen zum Thema diskutierten die Schülerinnen und Schüler in Workshops die Frage, ob und wie viel Reichtum für die Kirche und für den einzelnen Christen angemessen ist.
Im Umfeld des Studientages präsentierten sich verschiedene Einrichtungen der Universität. Die Diözese Regensburg hat den Besuch des Studientages großzügig gefördert.

Teilnehmer

„Nur weil wir Frauen sind?“ (Teresa von Avila) - Zur Gleichstellung der Frau in der katholischen Kirche

Ein Jahr lang beschäftigten sich die zwölf Schülerinnen und Schüler des W-Seminars Katholische Religionslehre unter der Leitung von Frau Vogl mit verschiedenen Facetten des Themas „Frauen in der katholischen Kirche“. Zum Abschluss organisierte das Seminar am Abend des 14.11.2013 in Zusammenarbeit mit der KEB Weiden-Neustadt einen Vortrag zur Rolle der Frau in der katholischen Kirche, für den Frau Professorin Dr. Sabine Demel gewonnen werden konnte.

Als Inhaberin des Lehrstuhls für Kirchenrecht an der Universität Regensburg ist Frau Demel dafür bekannt, dass sie heiße Themen der katholischen Kirche aufgreift und den Finger in die Wunden legt. Wie sehr ihr die Rolle der Frau in der katholischen Kirche – durchaus ein „heißes Eisen“ – am Herzen liegt, zeigen nicht nur zahlreiche Publikationen zu dem Thema, sondern auch ihre Mitgliedschaft z.B. beim Katholischen Frauenbund, bei Donum Vitae und bei der Helen-Straumann-Stiftung für Feministische Theologie.
Den zeitlichen Rahmen ihres Vortrags spannte Frau Demel von der Urkirche bis hin zur Gegenwart. Dabei wurde deutlich, dass die Frauen zur Zeit der Urkirche als gleichberechtigte Partner angesehen und in den ersten Gemeinden durchaus auch mit Leitungsfunktionen betraut wurden – wohl gemerkt in einer streng patriarchalischen Gesellschaft! Heute hingegen seien Frauen trotz ihrer immensen Bedeutung an der Basis in führenden Positionen der Kirche – und hier gehe es nicht ausschließlich um die Zulassung von Frauen zum Priesteramt – zu wenig vertreten. Dies habe zur Folge, dass die Kirche sich selbst der „weiblichen Dimension“ beraube, die die Seelsorge und Spiritualität in großem Maße bereichern könne.
Im Anschluss an den Vortrag und die rege Diskussionsrunde präsentierten die Schülerinnen und Schüler des W-Seminars einzelne Ergebnisse ihrer Arbeiten – abgestimmt auf Frau Demels Vortrag – stichpunktartig als „Marksteine“ auf dem Weg zur Gleichstellung der Frau in der katholischen Kirche. Einen angenehmen Ausklang fand der Abend für etliche Gäste bei einem Glas Wein und kleinen Häppchen im vertiefenden Gespräch mit Frau Demel und den Schülerinnen und Schülern.

C. Vogl

10 Jahre Hilfe für Benachteiligte - Kepler-Gymnasium beteiligt sich wieder an „Aktion Pomoc“

Zum zehnten Mal haben Schüler und Lehrer des Kepler-Gymnasiums Weiden Weihnachtspäckchen für benachteiligte Kinder in Bosnien-Herzegowina gepackt.

Die Päckchen werden von den ehrenamtlichen Helfern von „Aktion Pomoc“ pünktlich zum Weihnachtsfest an bedürftige Kinder auf dem Balkan verteilt. Unter dem Motto „Aktion Pomoc“ haben sich nach Beginn des Bürgerkrieges im ehemaligen Jugoslawien Jugendliche aus dem Amberger Raum zusammengefunden, um Hilfe für die Kriegsopfer zu organisieren.
Auch wenn der Krieg zu Ende ist, ist die Lage in Bosnien-Herzegowina nach wie vor instabil, was auch die wirtschaftliche Erholung des Landes erschwert. Vor allem für Kinder und Jugendliche ist die Lage oft trostlos. Für sie sollen die Weihnachtspäckchen ein Zeichen sein, dass sie nicht vergessen sind.
Dass die Päckchen große Freude bereiten, zeigen die vielen Briefe, die die Kinder und Jugendlichen aus Bosnien-Herzegowina in den letzten zehn Jahren an Schüler des Kepler-Gymnasiums geschrieben haben.

Aktion Pomoc

Schüler/innen mit den versandfertigen Paketen

An der Grenze zwischen Leben und Tod

„Habt ihr schon einmal überlegt, wie ihr sterben wollt?“ Mit dieser Überlegung leitet Ilse Stock vom Hospizdienst unter dem Dach der Malteser ihren Besuch in der Klasse 10ad ein. Natürlich wollten die meisten Menschen daheim und nicht allein sterben – doch die Realität sehe anders aus. Hier setze die Hospizidee an, das Anliegen, Menschen beim Sterben zu begleiten.
Ilse Stock erzählte von der Ausbildung der Sterbebegleiter(innen) und von ihren Einsätzen. Auch einige Schülerinnen und Schüler berichteten von ihren Erfahrungen mit dem Sterben von Familienangehörigen. Ilse Stock wies dabei auf die große Bedeutung von Ritualen hin. „Man muss den Tod tatsächlich begreifen. Das ist ein wichtiger Teil der Trauerarbeit“.
Am Ende der Stunde dankte Religionslehrer Peter Schönberger der Referentin. Das Infomaterial, das Ilse Stock mitgebracht hatte, stieß bei den Schülerinnen und Schülern auf reges Interesse.

Hospiz 2012

Foto: Ilse Stock bei den Schüler/innen im Kepler-Gymnasium

Musik als Therapie - Helga Hör stellt am Kepler-Gymnasium den JUZ-Club vor

„Ich habe bemerkt, wie gut Musik meinem Sohn tut. Deshalb habe ich den JUZ-Club ins Leben gerufen“, so Helga Hör über eine monatliche Disko-Veranstaltung im Weidener Jugendzentrum, bei der behinderte und nichtbehinderte Jugendliche willkommen sind.

Im Rahmen der „Woche der Inklusion“ war Helga Hör zusammen mit Carola Preißer, zuständig für Offene Behindertenarbeit beim Allgemeinen Rettungsverband (ARV), zu Gast bei den Klassen 10b und 10d des Kepler-Gymnasiums. Hör erzählte von ihrem Sohn, der im vergangenen Jahr im Alter von 21 Jahren plötzlich verstorben ist. Vieles sei sehr schwer gewesen, vor allem der Kampf um die Finanzierung der Hilfsmittel, der nicht selten bis vor Gericht geführt habe, aber: „Ich möchte keine Sekunde mit meinem Sohn missen.“ Anhand von Fotos aus dem Familienalbum erzählte die Mutter das Leben ihres Sohnes, angefangen von der Zeit als Frühchen im Brutkasten, über zahlreiche Ausflüge, bis hin zum JUZ-Club. Der ist Helga Hör ein derart wichtiges Anliegen, dass sie ihn auch nach dem Tod ihres Sohnes weiterbetreut. Musik eröffne vielen Behinderten eine neue Welt. „Aber einmal Fasching im Jahr war uns einfach zu wenig.“ Deshalb steige einmal im Monat am Samstagnachmittag im Jugendzentrum eine große Party. Hör wünscht sich, dass vor allem auch nichtbehinderte Jugendliche beim JUZ-Club „einfach mal vorbeischauen“. Die Einladung galt nicht nur den Schülerinnen und Schülern des Kepler-Gymnasiums, sondern allen Interessierten. Die nächsten Termine können auch im Internet unter der Adresse www.juz.de/juz-club.html abgerufen werden.

Musik als Therapie

Foto: Helga Hör und Carola Preißer (v. l.) im Kepler-Gymnasium

Islam hautnah - Siebtklässler zu Gast in Weidener Moschee

Nachdem sich katholische und evangelische Schülerinnen und Schüler aus mehreren 7. Klassen im Religionsunterricht einige Wochen mit dem Thema Islam beschäftigt hatten, besuchten sie am 11. Januar 2012 zusammen mit ihren Lehrerinnen Claudia Baumast und Doris Hammerl die Weidener Moschee in der Frühlingsstraße. Dort wurden Sie vom Imam (Vorbeter) und einem Dolmetscher äußerst herzlich und gastfreundlich empfangen.
In der darauffolgenden Religionsstunde bekamen die Schüler den Auftrag, das, was sie bei der Exkursion erlebt hatten, einem Freund oder einer Freundin in einem Brief zu berichten.
Eine Schülerin schildert den Besuch in der Moschee folgendermaßen:

Liebe Nicole,
letzten Mittwoch haben wir im Rahmen des Religionsunterrichts die Weidener Moschee besucht. Ich hatte mich schon sehr auf diesen Ausflug gefreut. Als wir dort ankamen, war ich zunächst sehr überrascht, da die Moschee kleiner war, als ich es erwartet hatte. Nachdem wir vom Imam und seinem Dolmetscher begrüßt worden waren, haben sie uns zunächst die Moschee von außen gezeigt. Sie erklärten uns, dass das Minarett nur mit einem kleinen Turm angedeutet sei, da in Weiden nicht, wie es vor allem früher üblich war, vom Muezzin zum Gebet gerufen wird.
Als wir dann in die Moschee hineingingen, baten die beiden uns, die Schuhe auszuziehen, bevor wir auf den Teppich treten. Das sollten wir tun, damit der Teppich, auf dem gebetet wird, nicht schmutzig wird.
Als wir dann alle auf dem Boden saßen, erzählten sie uns von ihrem Glauben. Sie nannten uns beispielsweise einige ihrer Propheten. Sogar Jesus war dabei! Allerdings, so sagten sie, glauben sie nicht daran, dass er Gottes Sohn ist. Adam, Mose und Abraham sind weitere ihrer Propheten, aber der bedeutenste ist Muhammad.
Dann zeigten sie uns, wie ein Muslim betet und wie man die rituelle Waschung vor dem Gebet vollführt. Gebetet wird übrigens fünfmal am Tag und ein Gebet kann bis zu 20 Minuten dauern. Anschließend zeigte uns der Imam die Kleidung, die er beim Beten trägt und erklärte, dass das Freitagsgebet für die Muslime das wichtigste Gebet ist. In der Moschee haben sie auch ein maßstabsgetreues Modell der Kaaba, dem größten Heiligtum der Muslime. Diese steht in Mekka. Darum wird die Gebetsnische immer in diese Richtung gebaut. In der Gebetsnische betet der Imam, in den Reihen hinter ihm die Gläubigen und ganz hinten hat der Muezzin seinen Platz, um den Imam zu unterstützen. Die Frauen müssen oben, getrennt von den Männern beten, damit niemand beim Beten gestört wird. In der Moschee gibt es keine Bilder wie in einer christlichen Kirche. Stattdessen sind Kalligraphien an die Wände gemalt. Kalligraphien sind Wörter oder Buchstaben, die verziert werden. Wusstest Du, dass die Farbe Grün bei den Muslimen eine bedeutende Farbe ist? Über den Teppich (der war vielleicht flauschig :-) ) erzählten sie uns, dass er extra für die Moschee angefertigt wurde. Als ich den Imam fragte, warum die Muslime kein Schweinefleisch essen, erklärte er uns, dass das Schwein zwar gut für die Umwelt sei, Fleisch in zu großen Mengen aber ungesund. Als einer aus der anderen Klasse fragte, ob es beim Beten schon einmal Unfälle gab, war der Imam etwas verwundert. Aber ich glaube, der Schüler hat dabei eher an Mekka als an die Moschee in Weiden gedacht.
Am Ende unseres Besuchs haben wir dann sogar noch Süßigkeiten bekommen!
Also, alles in allem hat mir der Ausflug sehr gut gefallen. Ich habe viel dazugelernt und würde gern noch einmal hingehen.

Liebe Grüße
Deine Veronika

C. Baumast

Landespreis des Bayerischen Clubs für Maximilian Neumann

Landespreis des bayerischen Clubs

Foto: Oberstudiendirektor Rolf Anderlik, Maximilian Neumann, Oberstudienrat Peter Schönberger (von links)

Maximilian Neumann, Abiturient im ersten G8-Jahrgang des Kepler-Gymnasiums Weiden hat für seine Seminararbeit den mit 1500 Euro dotierten Landespreis des Bayerischen Clubs zur Förderung der bayerischen Kultur erhalten.

Der Club, in dem sich bedeutende Persönlichkeiten des öffentlichen und wissenschaftlichen Lebens in Bayern zusammenfinden, vergibt alljährlich Preise für herausragende Seminararbeiten, die sich einem Thema zur bayerischen Geschichte und Kultur widmen. Aus den Siegern in den einzelnen Regierungsbezirken wird jeweils ein Landessieger bestimmt. Den diesjährigen Landespreis gewann Maximilian Neumann, der 2011 am Kepler-Gymnasium in Weiden sein Abitur ablegte und inzwischen an der Universität Regensburg Medizin studiert.
Im Rahmen des Seminars „Staat und Kirche“ verfasste Maximilian Neumann im Fach Katholische Religionslehre eine Arbeit zur Geschichte des ehemaligen Franziskanerklosters in Kemnath-Stadt, wobei er die Zeit der Säkularisation, die Aufhebung des Klosters und den Verkauf der Klostergebäude zu Beginn des 19. Jahrhunderts besonders intensiv untersuchte. Weil es kaum Vorarbeiten gab, musste Neumann sich seine Informationen in einzelnen Archiven mühsam zusammensuchen.
In einer Feierstunde im Senatssaal des Maximilianeums in München würdigte der Vorsitzende des Bayerischen Clubs, Professor Albert Scharf, im Beisein von Landtagspräsidentin Barbara Stamm und Staatsekretär Bernd Sibler vom Kultusministerium die Arbeit. Maximilian Neumann habe mit seiner Untersuchung Pionierarbeit geleistet und die Geschichte des Klosters in Kemnath wissenschaftlich genau untersucht und seine Ergebnisse fundiert dargelegt. „Vorher hab es hierzu nichts, jetzt gibt es etwas“, so Scharf mit Blick auf die Arbeit.
Mit dem Preisträger freuten sich auch der Schulleiter des Kepler-Gymnasiums, Oberstudiendirektor Rolf Anderlik, und der die Arbeit betreuende Seminarleiter, Oberstudienrat Peter Schönberger, die beide auch zur Preisverleihung ins Maximilianeum eingeladen waren.
Der frischgebackene Landessieger sieht das Ganze pragmatisch: „Für einen Studenten sind 1500 Euro wie ein Sechser im Lotto“, so Neumann. Für den Januar werde er jetzt jedenfalls einen Skiurlaub buchen, verrät der Preisträger.

Projekttag: Menschen mit Behinderung

Projekttag: Menschen mit Behinderung

Stresstest für Weiden
Schüler des Kepler-Gymnasiums testen Weidener Innenstadt auf Behindertenfreundlichkeit

„Die Menschen waren äußerst freundlich zu uns“, so die 16-jährige Anna aus der Klasse 10d des Kepler-Gymnasiums nach dem Versuch, als Rollstuhlfahrerin in der Weidener Innenstadt alltägliche Aufgaben zu lösen.
„Inklusion steht auf der politischen Agenda momentan ganz oben“, meint Diplompsychologin Carola Preißer, zuständig für offene Behindertenarbeit beim Allgemeinen Rettungsverband. Während der Begriff „Integration“ unterstelle, Behinderte müssten in die Gesellschaft hineingenommen werden, meine „Inklusion“, dass Menschen mit einem Handikap immer schon zur Gesellschaft gehörten. Zusammen mit Martina Grüner vom HPZ Irchenrieth und dem Behindertenbeauftragten der Stadt Weiden, Alexander Grundler, organisierte Preißer einen Projekttag für die Klasse 10d des Kepler-Gymnasiums.
Die Schüler überlegten zunächst gemeinsam, was eine Behinderung eigentlich ist und welche Arten von Einschränkungen es gibt. Anschließend mussten sie in der Innenstadt einzelne Stationen bewältigen. Ausgerüstet mit Brillen, die eine Sehschwäche simulieren, mit Ohrstöpseln oder im Rollstuhl sitzend mussten sie etwa auf einer Rolltreppe fahren, Erkundigungen in Geschäften einholen oder bestimmte Gegenstände kaufen. Anschließend wurden die Erfahrungen in der Gruppe ausgetauscht.
Dabei wurde schnell deutlich, wo die Hürden für Behinderte liegen. Begeistert waren die Schüler aber auch von der Hilfsbereitschaft vieler Passanten. „Als ich an einer Ampel mit dem Rollstuhl umgefallen bin, hat sofort ein Autofahrer angehalten und mir aufgeholfen“, so der 16-jährige Julian über seine Erfahrungen. Das unebene Pflaster in der Fußgängerzone habe aber das Rollstuhlfahren ziemlich erschwert. Das Gesamturteil der Schüler fiel aber dennoch deutlich aus: Weiden und die Weidener haben den Stresstest grundsätzlich bestanden.
Die Organisatoren lobten den Einsatz und die Ernsthaftigkeit, mit der die Schüler die Aufgaben bewältigten und anschließend ihre Eindrücke diskutierten. „Eine tolle Erfahrung für die Schüler“, meinte auch Klassenlehrer Peter Schönberger, der in diesem Zusammenhang darauf hinwies, dass am Kepler-Gymnasium bereits zahlreiche Schüler mit Behinderung unterrichtet werden. Ein hoffnungsvoller Ansatz, den es auszubauen gelte.

Der Neue Tag vom 25. Juli 2011

Sozialpraktikum 2011

Unsere Sozialpraktikanten aus der 10. Klasse im Klinikum Weiden
Unsere Sozialpraktikanten aus der 10. Klasse im Klinikum Weiden

In diesem Schuljahr traten wieder Schüler der 10. Jahrgangsstufe zum Sozialpraktikum im Raum Weiden an und besuchten soziale Einrichtungen wie Altenheime, das Klinikum Weiden, das Heilpädagogische Zentrum Irchenrieth und viele weitere.
Anfangs waren wir etwas aufgeregt und merklich unsicher, was auf uns zukommen wird und wie wir die Arbeit mit beispielsweise geistig behinderten Menschen meistern würden. Doch nach den ersten Tagen legte sich diese Nervosität und als Praktikanten lernten wir schnell, richtig mit den Patienten und Bewohnern der Einrichtungen umzugehen. “Menschlich hat mich das wirklich weitergebracht“ äußerte sich ein Schüler hierzu.
Abschließend machten wir dort Erfahrungen, welche uns reifer und offener im Umgang mit sozial Schwachen werden ließen.

Lena Schregelmann, 10b

"Ich will nicht, dass ihr weint!"- Das Krebstagebuch der 16-jährigen Jenni im Religionsunterricht

Klasse 6f mit Hr. und Fr. Cranen

Vierzehn Monate lang schrieb die 16-jährige Jennifer Cranen eine Art Tagebuch über ihre schwere Krebserkrankung – über endlose Behandlungen, das Auf und Ab ihres Zustands, das ständige Hoffen und Bangen. Kurz vor ihrem Tod im November 2004 diktierte Jenni ihren Eltern: „Ich will nicht, dass ihr weint und um mich trauert, sondern mit einem Glas Sekt anstoßt, dass ich nun endlich alles überstanden habe und keine Schmerzen mehr ertragen muss. Denkt nur daran, dass es mir gut geht und vergesst die Trauer“. Die Trauer vergessen können Jennis Eltern jedoch bis heute nicht – sie haben gelernt, mit ihr zu leben und erfüllten Jennis letzten Wunsch, ihre emotionalen Aufzeichnungen als Buch herauszugeben.
Im Rahmen des Themas „Mit Leid umgehen“ entschied sich die Klasse 6 f zur Lektüre dieses Tagebuchs im Religionsunterricht. Als die Schülerinnen und Schüler zum Abschluss der Lektüre Briefe an Jennis Eltern mit ihren persönlichen Eindrücken schrieben, zeigten sich Herr und Frau Cranen so gerührt, dass sie kurzerhand bereit waren, den Weg von Aachen nach Weiden auf sich zu nehmen, um mit der Klasse 6 f ein Abschlussgespräch über ihre Erfahrungen zu führen. Bei solchen Besuchen in Schulen kommt es ihnen vor allem darauf an, den Schülern zu vermitteln, wie wichtig für kranke Menschen das Gefühl ist, nicht allein gelassen zu werden. So habe Jenni sehr darunter gelitten, dass sich ehemals gute Freunde immer mehr abwandten – wohl auch aus eigener Unsicherheit im Umgang mit solch einer schweren Krankheit.
Als Anerkennung konnten die Schülerinnen und Schüler eine kleine Spende für den Kinderkrebsverein an Jennis Eltern überreichen, an den auch sämtliche Erlöse aus dem Verkauf des Buches gehen. Wer sich näher über Jenni, die Arbeit ihrer Eltern und den Kinderkrebsverein informieren möchte, kann dies tun unter:
http://www.crazyjenni.de/jennis_gedenkseite/index.html (externer Link)

C. Vogl

Pragfahrt 2010

Gruppenfoto der Pragfahrer 2010

Am Montag, den 26. Juli 2010 fuhren 32 Schüler der 10. Jahrgangsstufen nach Tschechien. Ziele dieses Tagesausflugs waren vor allem das Kennenlernen des jüdischen Prags, aber auch das Fördern der Klassengemeinschaften.

Um 7.00 Uhr trafen sich die Interessierten vor dem Kepler-Gymnasium zur dreistündigen Busfahrt. Schon während der Fahrt wurden wir über das Programm und den Ablauf informiert und bekamen erste Eindrücke von der Hauptstadt unseres östlichen Nachbarlandes. Die Reiseleitung übernahmen Frau Baumast und Herr Schönberger, welche uns während der Anreise schon ab der Stadtgrenze die ersten Sehenswürdigkeiten präsentierten.

Erste Station war die Prager Burg, von der aus sich ein wunderschönes Panorama über Prag bietet. Das Wahrzeichen befindet sich auf dem Hradschin. Danach gingen wir über die Karlsbrücke zur ersten Synagoge, der Altneusynagoge. Nach Herrn Schönbergers Informationen über das Gotteshaus hatten alle großen Hunger.

Also war es Zeit für eine Mittagspause. Von 12.00 bis 14.00 Uhr hatten die Schüler Freizeit, um zu Mittag zu essen, einkaufen zu gehen oder andere Dinge zu unternehmen.

Nach dieser Pause waren alle wieder gestärkt, um das jüdische Museum zu erkunden. Als Nächstes ging die Gruppe zur Maiselsynagoge, welche nicht mehr als Synagoge genutzt wird und die Männer sie deshalb ohne Kippa (jüd. Kopfbedeckung) betreten dürfen. Man kann zahlreiche Schätze betrachten, zum Beispiel Tora-Kronen und Tora-Zeiger.

Von dort aus wurden wir zur Spanischen Synagoge geführt. Im Gegensatz zur Altneusynagoge durften die Frauen hier dem Gottesdienst auf einer Galerie folgen. In der Altneusynagoge dagegen mussten sie durch Spalten in der Wand dem Gottesdienst zuhören und mitfeiern.

Die letzte und besonders eindrucksvolle Synagoge ist die Pinkassynagoge. Hier sind die Wände mit rund 80 000 Namen ermordeter tschechischer und mährischer Juden beschriftet. Im ersten Stock befindet sich eine Ausstellung von Kinderzeichnungen. In diesem Gebäude wurden wir uns des Leidens der Gefangenen bewusst. Anschließend besuchten wir den alten jüdischen Friedhof und zum Schluss den Zeremoniensaal. Abschreckend waren im ersten Augenblick die vielen Grabsteine, doch Herr Schönberger erklärte uns, dass im Laufe der Zeit bis zu acht Menschen übereinander beerdigt wurden.

Nach diesen interessanten Fakten gönnten uns die Lehrkräfte noch eine Stunde Freizeit bis zur Abfahrt um 18.00 Uhr. Zu guter Letzt entstand bei uns die Meinung, dass dieser Ausflug für die künftigen 10. Klassen sehr zu empfehlen ist.

Anna Troglauer, Monika Stahl