Fachschaft Deutsch

Autorin Maron Fuchs zu Besuch am Kepler-Gymnasium

Maron Fuchs, ehemalige Schülerin unserer Schule, ist mittlerweile aus der Literaturszene nicht mehr wegzudenken: Sie verfasst und veröffentlicht Jugendromane und Gedichte, stellt sie bei verschiedenen literarischen Veranstaltungen wie Poetry Slams oder Lesebühnen vor, tourt durch Schulen und hat sich auch in der Slammer-Szene einen Namen gemacht: Eben war sie im Finale des Bayern-Slams, also der bayerischen Meisterschaften im Poetry Slam, in München – als einzige weibliche Teilnehmerin, die es bis dorthin geschafft hat. Zum ersten Mal gibt es jetzt auch einen Slamtext von ihr in gedruckter Form, und zwar in einer wunderschönen Anthologie, die insgesamt 24 Texte von 24 Poetinnen und Poeten enthält! Nun war sie auf Einladung ihrer ehemaligen Deutschlehrerin Martina Schlemmer-Baade zu Gast an unserer Schule und stellte dort in Klassen der Unter-, Mittel- und Oberstufe ihre Bücher vor. Die 5. und 6. Klassen begeisterte sie mit „Kamillensommer“, in dem es um eine außergewöhnliche Freundschaft zwischen einem Mädchen und einem Jungen geht. Für die Mittel- und Oberstufe hielt sie zwei weitere Romane bereit: zum einen „Ballade des Herzens“. Es wird aus Sicht der männlichen Hauptfigur Julian erzählt, dessen Leben eigentlich so schön sein könnte. Feiern, mit seinen Kumpels abhängen und seine Freundin treffen. Aber dann überschlägt sich plötzlich alles – seine Freundin macht für einen anderen mit ihm Schluss und das Auftauchen einer äußerst schwierigen jungen Dame zieht ihn in ungeahnte Tiefen, aber auch in bisher ungekannte Höhen. Zum anderen zog sie von Anfang an ihre Leser mit dem ersten Band ihrer Fantasy-Trilogie „Fioria – Vom Schatten ins Licht“ in ihren Bann. Darin geht es um Legenden, die sich als wahr erweisen, Geister, Dämonen sowie ein junges Mädchen namens Mia, das diese ungewöhnlichen Wesen zu sich rufen und mit ihnen sprechen kann. Doch diese besondere Fähigkeit bringt auch große Gefahren mit sich, da es viele Menschen nun auf Mia und die Kräfte der Geister und Dämonen abgesehen haben.
Maron Fuchs studiert in Bamberg die Fächer katholische Religion und Latein für Lehramt. Das Schreiben füllt ihre knapp bemessene Freizeit, es ist, ebenso wie die Auftritte, ihre große Leidenschaft. Als nächstes wird sie bei den fränkischen Meisterschaften im Poetry Slam antreten. Man darf gespannt sein, mit welchen Werken sie in Zukunft ihre Leser erfreuen wird! Und bei uns ist sie immer wieder herzlich willkommen!

Martina Schlemmer-Baade

In Goethes Wohnzimmer

Am 24. November 2016 besuchten die Deutschkurse von Frau Hauke und Herrn Schönberger Weimar. Nach einer Führung durch die Dauerausstellung im Goethe-Nationalmuseum sahen sich die Schülerinnen und Schüler im Goethehaus um. Am Nachmittag wurde Schillers Wohnhaus besichtigt. Die anschließende Stadtführung gestalteten die Schülerinnen und Schüler unter Anleitung von StRefin Reitinger und StRef Glaser selbst. Ein Bummel über den Weimarer Weihnachtsmarkt schloss die Exkursion ab.

Das Bild zeigt die Gruppe vor Goethes Wohnhaus am Frauenplan in Weimar.

Gabriel Babo (Klasse 6d) gewinnt den Vorlesewettbewerb am Kepler-Gymnasium

Am Montag, den 7. Dezember wurde der Schulsieger des alljährlichen Vorlesewettbewerbs ermittelt. Die einzelnen Klassensieger der sechsten Klassen, Maria Kostial (6a), Eva Härig (6b), Anna-Lena Pieronczyk (6c) und Gabriel Babo (6d), traten zuerst mit einem vorbereiteten Text und dann mit einem ihnen unbekannten Text vor dem Publikum der Klasse 5c gegeneinander an. Die Bandbreite der ausgewählten Texte führte zu einem abwechslungsreichen Programm. Es wurde unter anderem vorgelesen aus „Die Glücksbäckerei“ von Kathryn Littlewood oder „Winston – Agent auf leisen Pfoten“ von Frank Scheunemann.
Alle Schülerinnen und Schüler überzeugten die Jury bestehend aus Frau Ellerbeck, Frau Dick und Frau Hauke mit ihrem Vortrag – ganz besonders gelungen war jedoch der Vortrag des Schülers Gabriel Babo, Klasse 6d, der Astrid Lindgrens Klassiker „Kalle Blomquist“ besonders ansprechend und spannend ausgestaltete. Der Schulsieger darf nun in die weiterführende Runde – der Regionalentscheid findet im Februar in der Regionalbibliothek Weiden statt. Alle Teilnehmer und Teilnehmerinnen erhielten als Anerkennung für ihren Einsatz Buchgutscheine.
Herzlichen Glückwunsch und viel Erfolg beim Regionalentscheid!

Veronica Ellerbeck

Alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer

Schulsieger Gabriel Babo, Klasse 6d

"Sport für den Geist"

Es sind nicht einfach nur Buchstaben. Und man nimmt nicht einfach nur Informationen auf. Texte sind viel mehr, lautet das Credo von Autor Friedrich Denk, der am Kepler-Gymnasium ein leidenschaftliches Plädoyer für das Lesen hielt. Und erklärte, warum man sich auch die folgenden Zeilen zu Gemüte führen sollte.

Weiden. (rdo) "Was Sport für den Körper ist, erfüllt das Lesen für den Geist." Wer liest, übt sein Gedächtnis, lernt, sich besser zu artikulieren, lernt das Schreiben und Erzählen. Allerdings ist all das durch den Wandel des Medienkonsums in Gefahr. Das erklärte Referent Friedrich Denk seinen Zuhörern am Kepler-Gymnasium. Am Vormittag hatte er schon den Schülern seine Thesen vorgestellt. Am Abend waren dann alle Leser zu seinem Vortrag geladen.

Organisiert hatte die Auftritte die Fachbetreuerin für Deutsch. Zusammen mit Schulleiter Rolf Anderlik hieß Anna-Veronika Zöller den ehemaligen Deutschlehrer willkommen, der auch als "Rechtschreibrebell" bekannt geworden ist (ein Zitat: "Warum soll ich ,muss' mit vier Buchstaben schreiben, wenn ich es mit drei kann?"). Denk referierte aus seinem Buch "Wer liest, kommt weiter". Ein Titel, der an diesem Abend Programm war.

An erster Stelle
Es komme nicht von ungefähr, dass in weltweiten Untersuchungen an erster Stelle die Lesekompetenz als entscheidendes Kriterium für das Verständnis in allen Fächern gelte, erläuterte Denk. Wer eine Textaufgabe nicht erfassen könne, sei verloren. Weder der Philosoph Seneca noch Johannes Kepler und Hans Joachim Schädlich seien Schriftsteller geworden, ohne vorher Leser gewesen zu sein.

Der pensionierte Deutschlehrer, der zuletzt in Weilheim unterrichtet hatte, gründete dort die "Weilheimer Hefte zur Literatur" und organisierte mehr als 200 Lesungen für über 60 Autoren. Er lobte auch die Weidner Literaturtage. Diese könnten durchaus ein Gegenmittel zu einem immer drängenderen Problem sein: Denn heute ende Medienkunde bei vielen Schülern beim Smartphone, das regelrecht ein Suchtmittel sei. Wobei es den Wandel in der Medienwelt schon lange gegeben habe. Als Stichpunkte nannte Denk die 1450 entstandene Buchdruckkunst. 1850 folgte die Fotografie. 1890 kamen die ersten bewegten Bilder.

Bewegung sei das, was den Menschen interessiere - vor allem die Männer, was womöglich mit dem Jagdtrieb zusammenhänge. Und immer mehr bedient werde. Etwa im Fernsehen, insbesondere von den privaten Sendern. Und inzwischen auch von Computern. Diese bewegenden visuellen Medien köderten vermehrt die Jungen. Das habe Folgen: Laut Studien machten 20 Prozent mehr Mädchen Abitur.

Zuhören, Sprechen, Denken, Lesen und Schreiben - das seien zentrale Fähigkeiten, die den Menschen von anderen Kreaturen unterscheiden. Der Mensch sei ein dialogisches Lebewesen, das einen "Logos", also Vernunft und Sprache, habe, um den Mitmenschen zuzuhören und zu sprechen. Wer lese, sammle Buchstaben und trainiere das Gedächtnis. Denk empfahl, alles Gedruckte zu lesen - von Büchern bis zu Zeitungen. Sein Resümee: Wer liest, lernt. Und wer lernt, kommt höher und einfach weiter.

Plädoyer für Tageszeitung und Bücher
„Wenn wir beim Lesen unseren Geist stärken und nähren, so gilt dies für alles Gedruckte“, sagte Friedrich Denk. „Als Erstes möchte ich die Zeitungslektüre hervorheben“, sagte er. Als Beispiel nannte er den „Neuen Tag“. Eine Regionalzeitung leiste einen wichtigen Beitrag, um sich dort zurechtzufinden, wo man lebe. Im Internet dagegen verliere man sich, je mehr Zeit man darin verbringe. Denk verglich das Zeitunglesen mit Gehirnjogging. Mit beidem könne man den Geist für den Tag fit machen, die sprachlichen Fähigkeiten in Schwung bringen und immer ein bisschen verbessern. Daneben empfahl er natürlich, Bücher zu lesen, weil man aus ihnen auch das lernen könne, was man sonst erst im Laufe des Lebens erfahre: Menschenkenntnis, Weisheit, Gelassenheit, Humor und Freundlichkeit.

Sport für den Geist

Der pensionierte Deutschlehrer Friedrich Denk (rechts) hielt ein Plädoyer für das Lesen. Kepler-Schulleiter Rolf Anderlik und die Fachbetreuerin für Deutsch Anna-Veronika Zöller bedankten sich für den Vortrag. Bild: Dobmeier

Lesung mit der ehemaligen Schülerin Maron Fuchs

„Eisige Kälte“ – so der Titel des brandneuen Romans der ehemaligen Kepler-Schülerin Maron Fuchs, den sie am Mittwoch, den 17.12. zwei zehnten Klassen während einer Lesung vorstellte. Bevor jedoch Einblick in die brisante Thematik des Romans gewährt wurde, zog die junge Autorin gekonnt das Publikum in ihren Bann, indem sie ihren Beitrag für einen Poetry-Slam-Wettbewerb zum Thema „Vorurteile“ darbot. Wer Maron kennt, weiß, dass Worte nur so aus ihr heraussprudeln – so auch beim auswendig vorgetragenen Slam-Text, der aufgrund seiner Melodik und Rhythmik wie ein Rap wirkte. Die Schüler waren begeistert!

Maron Fuchs liest aus ihrem neuen Buch

Schnell wurden ernstere Töne angeschlagen, denn die erste Szene des Jugendromans, der Mädchen und Jungen gleichermaßen ab 15 Jahren ansprechen soll, thematisierte anschaulich die Situation zweier Schwestern, die von häuslicher Gewalt betroffen sind. Die Autorin betonte, dass die Szenen erfunden seien, sie aber im Vorfeld ausführlich recherchiert habe, damit die Szenen realistisch wirkten. Die 17-jährige Larissa und ihre kleine Schwester erhalten jedoch die Chance auf einen Neuanfang – der, wie sollte es anders sein, an einen beschaulichen Vorort von Weiden und an ein Weidener Gymnasium führt. Ähnlichkeiten zu realen Personen (respektive Lehrern!) sind natürlich rein zufällig... Und somit gab es doch noch einiges zu lachen, denn die Autorin fing geschickt so manche Eigenheiten des Schulalltags ein. Mehr soll an dieser Stelle jedoch nicht verraten werden!
Wer gerne mehr über Maron Fuchs oder ihre Romane erfahren möchte, kann ihre Homepage (www.maron-fuchs.de) kontaktieren. Darüber hinaus sind alle ihre Romane im Buchhandel oder direkt beim Verlag (www.papierfresserchen.de) erhältlich.

Veronica Ellerbeck

Hanna Häring, Klasse 6a, gewinnt den Vorlesewettbewerb am Kepler-Gymnasium

Am Montag, den 1. Dezember fand am Kepler-Gymnasium der Schulentscheid des alljährlichen, bundesweiten Vorlesewettbewerbs statt. Im Vorfeld wurden in den einzelnen Klassen der 6. Jahrgangsstufe im Deutschunterricht bereits Klassensieger ermittelt, die schließlich beim Schulentscheid gegeneinander antraten. Die Wettbewerbsregeln sehen vor, zuerst aus einem vorbereiteten Buch (dieses Jahr unter anderem „Die Tribute von Panem“ oder „Flucht aus der Würfelwelt“) und dann aus einem ihnen unbekannten Buch dem Publikum vorzulesen.
Alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer (Alexia Maile, Johannes Loibl, Melike Mechmed und Christoph Gollwitzer) überzeugten die Jury bestehend aus Frau Ellerbeck, Frau Kirchner und Herrn Stoll mit ihren Vorträgen – besonders gelungen war jedoch der Vortrag der Schülerin Hanna Häring, Klasse 6a, die eine gut gewählte Stelle aus dem Buch „Ostwind – Zusammen sind wir frei“ von Carola Wimmer spannend und mitreißend ausgestaltete. Die Schulsiegerin darf nun in die weiterführende Runde – der Regionalentscheid findet im Februar 2015 in der Regionalbibliothek Weiden statt. Alle Teilnehmer und Teilnehmerinnen erhielten als Anerkennung Buchgutscheine.
Herzlichen Glückwunsch und viel Erfolg beim Regionalentscheid!

Veronica Ellerbeck

Teilnehmer und Siegerin

Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer sowie die Schulsiegerin Hanna Häring (hinten Mitte)

Exkursion nach Weimar

Am Donnerstag, den 13.11. sind die Deutschkurse der 11. Jahrgangsstufe von Frau Ellerbeck und Frau Hauke in die Kulturstadt Weimar gefahren, um das bereits erworbene Wissen zur Literaturepoche der Klassik zu vertiefen. Nach der Ankunft hatten wir eine zweistündige Führung durch die Stadt mit einer sehr quirligen Stadtführerin, die uns mit interessanten Hintergrundinformationen über die Autoren Goethe und Schiller, aber auch andere Persönlichkeiten, die die Stadt in ihrer Blütezeit geprägt haben, versorgte. Nach zwei Stunden in der Kälte freuten wir uns auf die Mittagspause, um uns wieder aufzuwärmen. Danach besichtigten wir das Wohnhaus Goethes sowie eine dort angegliederte Ausstellung zum Leben und Werk Goethes. Die Ausstellung war sehr informativ und vielfältig aufgebaut, wobei es etwas kompliziert war, sich zurechtzufinden und wir etwas zu wenig Zeit hatten, alles genau anzusehen. Das Wohnhaus brachte uns Goethes Lebensstil näher, obwohl sich einige mehr erwartet hatten, als das, was wir zu sehen bekamen. Alles in allem hatten wir aber einen tollen und informativen Tag in Weimar!

Die Teilnehmer der Fahrt mit Fr. Hauke

Die Deutschkurse 1d1b und 1d1d vor Goethes Wohnhaus

Klasse 5a: „Kasperltheater“-Abend für die Eltern

Während des gesamten Schuljahres 2013-2014 lud ein im Klassenzimmer der 5a installiertes Kasperltheater die Schüler immer wieder dazu ein, mit Puppen, Marionetten oder Sockenpuppen selbst geschriebene Stücke den Mitschülern vorzuführen. So wurde mit Deutschlehrerin Martina Schlemmer-Baade die Idee geboren, Eltern und Verwandte einzuladen und sie mit Kasperl, dem Polizisten, der Oma, der Lehrerin, dem bösen Wolf und anderen Figuren zu unterhalten. Ende Juli war es soweit: hier einige Bildimpressionen des äußerst amüsanten Theaterabends!

Publikum

Gespanntes Publikum kurz vor Beginn!

Gleich...

Jetzt kann es gleich losgehen!

Programm

Das Programm im Überblick

Gedicht

Die Klasse 5a eröffnet den Abend mit einem Gedicht!

Schauspieler

Schauspieler neben und im Kasperltheater!

Konzentration

Höchste Konzentration beim Führen der Marionetten

Imbiss

Ein kleiner Imbiss im Anschluss tut so gut!

Märchen in zwei Sprachen: Pilgerreise macht am „Kepler“ Station – Geschichten der Schüler werden in Pilsen überreicht

Märchen, Legenden und Sagen stellen ein hohes Kulturgut dar. Sie tragen Mythen, Wahrheiten aber auch freie Erfindungen an Generationen weiter und regen seit jeher die Fantasie der Autoren und auch der Zuhörer an. Anlässlich einer Märchen-Pilgerreise machte Olivier Machander aus Hainsacker bei Regensburg zusammen mit seiner tschechischen Kollegin Jana Vežníková Station am Kepler-Gymnasium.

Die zweisprachige szenische Lesung gehört zu einem Projekt Regensburgs für die Partnerstadt Pilsen, die 2015 europäische Kulturhauptstadt ist. Anna-Veronika Zöller von der Fachschaft Deutsch als Organisatorin begrüßte die Märchenerzähler am Mittwoch im Filmsaal. Zugegen waren auch Ruth Neumann von der Regionalbibliothek und Elternbeiratsvorsitzende Sabine Weiß. Es handelte sich um Märchen und Sagen aus der oberpfälzisch-böhmischen Grenzregion, die beide Landessprachen nahebrachten. Wortspielereien in deutscher und tschechischer Sprache lockerten die Lesung auf.

Das Märchen des Oberpfälzer Volkskundlers Franz Xaver Schönwerth „Nicht zornig werden“ erzählte Olivier Machander den fünften Klassen. Dabei trickst ein Pfarrer seine Knechte aus. Aber der vermeintlich Dümmste der Geschädigten kommt ihm auf die Schliche und holt das Hab und Gut auch für die Brüder wieder zurück. Jana Vežníková stellte das Märchen „Wer ist dümmer?“ von Božena Nemcová vor, in dem ein Bauer an eine Schlossherrin eine Henne verkauft, um ihr verstorbenes Söhnchen durch ein Loch im Himmel sehen zu können.

Zur Märchenpilgerreise gehörte auch, dass Olivier Machander selbst geschriebene und gestaltete märchenhafte Geschichten von den Schülern der Klassen 5b und 5d mit auf den Weg bekam, die am Ende der „Reise“ an die Stadt Pilsen überreicht werden. Im Gegenzug bekommen die Jungautoren am Ende ein Märchenleseheft mit den dargebotenen Geschichten und ein deutsch-tschechisches Wörterbuch geschenkt.

Gruppenbild

Olivier Machander (mit Skript) mit seiner Kollegin Jana Vežníková (in Tracht) und der Klasse 5d. Bild: Dobmeier

Die 30. Weidener Literaturtage am Kepler-Gymnasium

„Autoren live erleben ist nicht nur ein Genuss, sondern das Besondere der Weidener Literaturtage!“ Das Motto des jährlich stattfindenden Buchfestivals sollte auch im Schuljahr 2013/14 erneut das Motto des Kepler-Gymnasiums sein. Deshalb bot die Schule sowohl SchülerInnen der Mittel- als auch der Oberstufe an, an der Lesung von Elisabeth Zöller bzw. an dem Poetry Slam-Workshop mit Felix Römer teilzunehmen.
Die Klassen 8a, d, e und f pilgerten am Dienstag, den 06. Mai 2014 in die Regionalbibliothek, um dort der Jugendbuch-Autorin Elisabeth Zöller zu lauschen. Sie erzählte zuerst viel aus ihrem Leben und schilderte, warum sie sich nach jahrelanger Ausübung des Lehrer-Berufs der Schriftstellerei widmete. Seit 1989 schreibt sie Kinder- und Jugendliteratur, die ihr weltweit großes Ansehen einbrachte. Im Rahmen der Literaturtage las sie aus ihrem 2014 neu erschienenen Buch „Der Krieg ist ein Menschenfresser“, dessen Inhalt die SchülerInnen des Kepler-Gymnasiums in seinen Bann zog. Auch wenn der erste Weltkrieg für die Achtklässler als historisches Ereignis schwer fassbar ist, gelang es Elisabeth Zöller, eindrucksvoll die Schrecken dieser Zeit aus Sicht von Jugendlichen zu vermitteln, die den Krieg an vorderster Front miterlebten. Auch der zweite Roman, den die Schriftstellerin vorstellte, handelt von Erlebnissen im Krieg. In „Vaters Befehl oder Ein deutsches Mädel“ geht es um ein fünfzehnjähriges Mädchen, das entdeckt, dass ihr Vater maßgeblich an der Deportation von Juden beteiligt ist. Zwar fiel der Textauszug aufgrund der fortgeschrittenen Zeit recht knapp aus, jedoch konnten sich die meisten SchülerInnen dennoch gut in die Gefühlslage der Hauptfigur hineinversetzen.
Nicht so schwere Kost, jedoch ebenso gesellschaftskritische Aspekte vermittelte der Poetry Slam-Workshop, der am Freitag, den 09. Mai 2014 im Gartensaal des Kepler-Gymnasiums stattfand. Felix Römer, einer der bekanntesten und erfolgreichsten deutschen Poetry Slammer, zeigte 21 SchülerInnen der 10. Jahrgangsstufe, dass der Umgang mit prosaischen Texten und Lyrik durchaus Spaß, aber auch nachdenklich machen kann. Er zog die Jugendlichen in seinen Bann, indem er sein verbales Können zeigte und viele Fragen der SchülerInnen zu seinem unkonventionellen Beruf beantwortete. So wurde Felix Römer interessiert gefragt, wie er auf die Ideen für seine – meist gesellschaftskritischen – Texte komme, wie er diese einstudiere und ob er die Geschichten selbst erlebt habe. Der Workshop vermittelte den Zehntklässlern recht unterhaltsam, was man aus der deutschen Sprache alles machen kann, sodass sie den Poetry Slammer erst 15 Minuten nach Schulschluss – am Freitag – gehen ließen.
Insgesamt waren die angebotene Lesung und der Workshop im Rahmen der Literatur-tage auch 2014 wieder ein Erfolg und es bleibt zu hoffen, dass dieses Angebot auch die nächsten Jahre noch erhalten bleibt.

Tamara Lax

Ehemalige Schülerin Katharina Andonie als Autorin am Kepler-Gymnasium

Am Mittwoch, dem 02.04.2014, besuchte die ehemalige Schülerin Katharina Andonie als Autorin unter ihrem Pseudonym Maron Fuchs das Kepler-Gymnasium in Weiden. Die Hobbyautorin stellte 5., 6. und 7. Klassen ihr neues Buch “Kamillensommer” vor. Die Neunzehnjährige konnte viele Kinder mit dem Buch begeistern. Manche Schüler kauften es sofort und erhielten ein signiertes Buch. Es gibt sogar einige, die es wenige Tage später bereits fertig gelesen haben.
“Kamillensommer” ist erst seit einigen Wochen im Handel. Maron Fuchs hat bereits viele andere Bücher auf ihrem Computer entworfen, und Mitte Sommer veröffentlicht sie ihr nächstes Buch “Eiseskälte” (ab sechzehn Jahren). “Kamillensommer” ist sehr empfehlenswert, da es schön und interessant geschrieben und es ist auch für Jüngere geeignet (ca. ab neun Jahren).
Es handelt sich dabei um ein Mädchen namens Jasmin, die von ihrer geliebten Mutter wegzieht, zu ihrem Vater. Ihr Vater hat bereits eine andere Freundin, die Jasmin als “falsche Schlange” bezeichnet. Gerne wäre das Mädchen bei ihrer Mutter geblieben, aber nach allem, was passiert ist, hält sie es dort nicht mehr aus. Jasmin ist gestresst. Schon am ersten Schultag gerät sie mit Alexander, dem beliebtesten und eingebildetsten Jungen der Klasse 9a, aneinander. Unglaublich ist, dass sich gerade dieser Junge als wichtigster Freund und Mitstreiter im Kampf gegen ihre schrecklichen Erinnerungen herausstellt.

Maron Fuchs schreibt sehr gerne. Ihre ehemalige Deutsch-Lehrerin Martina Schlemmer-Baade hat sie oft ermutigt, das Buch zu veröffentlichen. Die Neunzehnjährige studiert zurzeit Religion, Latein und Deutsch. Sie schreibt bereits seit fünf Jahren. Sie ist im Jahre 1995 in Weiden geboren und legte 2013 ihr Abitur an unserer Schule ab.
Das Buch ist bei Stangl&Taubald und in der Buchhandlung Rupprecht in der Weidener Fußgängerzone erhältlich. Es ist ein Hardcover mit 467 Seiten und kostet 24.95 €. Der Verlag ist Literareon (kurz: L*).

Melissa Seidel, Klasse 5a

Die Autorin mit ihren Zuhörern

Katharina Andonie alias Maron Fuchs mit begeisterten Zuhörern

Weimar 2014

Die Schüler der Deutschkurse von Herrn Sehm und Frau Kirchner haben an einem Mittwoch im Oktober 2013 einen Ausflug zur Stadt Weimar in Thüringen unternommen. Auf dem Programm stand eine Stadtführung und anschließend der Besuch von Goethe-Haus und Goethe-Museum.

Mit 50 noch recht müden Leuten an Bord startete unser Bus um sieben Uhr vom Weidener ZOB und machte sich auf die dreistündige Fahrt nach Weimar.

Weimar ist eine Stadt von hohem geschichtlichen und kulturellen Stellenwert, war im Jahr 1999 Kulturhauptstadt Europas und das Ensemble „Klassisches Weimar“ wurde 1998 von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklärt. Viele bekannte Künstler und Literaten haben in Weimar gelebt und gewirkt. Als Weimarer Klassik wird die Schaffenszeit von Johann Wolfgang von Goethe, Friedrich Schiller, Johann Gottfried von Herder und Christoph Martin Wieland zwischen 1786 und 1805 bezeichnet. Johann Sebastian Bach war Anfang des 18.Jh. einige Jahre als Hoforganist und Konzertmeister tätig, der große Klaviervirtuose und Komponist Franz Liszt erlebte hier seine kreativsten Jahre und auch Richard Wagner schnupperte ein bisschen Weimarer Luft. Die Impulse des von Walter Gropius als Kunst-, Design- und Architekturschule gegründeten Staatlichen Bauhauses (1919 bis 1933) wirken bis heute in der Freien und Angewandten Kunst.
Weimar ist auch bekannt für die Weimarer Verfassung: verfassungsgebende Nationalversammlung im Deutschen Nationaltheater im Jahr 1919 und damit Ort der Gründung der ersten Republik auf deutschem Boden, der sogenannten Weimarer Republik (1919-1933).

Zu Zeiten des Nationalsozialismus wurde eine Neugestaltung der Stadt geplant und auch durchgeführt. Zwischen den Gebäuden des von den Nationalsozialisten errichteten Neuen Zentrums werden wir von unserem Stadtführer in Empfang genommen.
Wir begeben uns, vorbei an den Tempeln der Hitlerzeit, in das Jakobsviertel, unseren ersten Anlaufpunkt. In der Jakobskirche wurde Goethe 1806 mit Christiane Vulpius getraut. Auf dem Friedhof ist ihre Grabstätte, abgedeckt von einer Grabplatte mit Abschiedsversen von Goethe, noch zu sehen, genauso wie das Grab von Lucas Cranach, einem bedeutenden Maler der Renaissance. Auch Schiller wurde hier begraben und später in die Fürstengruft auf dem Historischen Friedhof, in der auch Goethe liegt, überführt, doch man fand seinen Schädel nicht mehr. Im Jahr 2008 ergab eine aufsehenerregende DNA-Analyse, dass die Gebeine in dem Sarg nicht von Schiller stammen können, seitdem wird der Sarg in der Fürstengruft neben Goethe leer belassen.

Stadtführung

Weiter geht die Stadtführung aus dem Jakobsviertel heraus, am Johannes-Falk-Denkmal vorbei in die Altstadt. Hier, auf dem ältesten Platz Weimars mit seiner Kirche St. Peter und Paul, auch bekannt als Herderkirche, findet im Herbst der traditionelle Zwiebelmarkt statt, eine Art Oktoberfest. Seine Wurzeln reichen bis in das Mittelalter.

Auch das Stadtschloss ist Teil des ältesten Stadtkerns von Weimar. Vermutlich hielten an dieser etwas erhöhten Stelle an der Ilm schon im frühen 6. Jahrhundert die Thüringer Könige Hof. Burgen wurden gebaut, brannten immer wieder ab, wurden neu aufgebaut, später dann als Schloss. So erzählen uns heute die aus den verschiedenen Epochen erhaltenen Gebäudeteile die wechselvolle Geschichte dieser Residenz.
1774 brannte die damals so genannte Wilhelmsburg wieder einmal ab. Herzog Carl August ließ die Burg wieder aufbauen, wobei Goethe von Anfang an tatkräftig in der Schloßbaukomission mitarbeitete, musste aber lange in nebenstehenden majestätischen Wohnhäusern wohnen, bevor er 1803 mit seiner Mutter Anna Amalia den Ostflügel des Schlosses beziehen konnte. 2004 kam es zu einem verheerenden Brand in der von ihr begründeten und nach ihr benannten Anna Amalia Bibliothek. Nur etwa 28.000 Bücher der wertvollen Sammlung konnten gerettet werden, 50.000 Bände wurden total zerstört, rund 62.000 Bände durch Löschwasser und Brand zum Teil stark beschädigt, so auch etliche Gemälde aus dem 16. bis 18. Jahrhundert. Der materielle Schaden am Bücherbestand wurde auf 67 Mio. Euro geschätzt und die aufwändige Restaurierung wird mindestens bis 2015 dauern. Mit 12,8 Millionen Euro konnte das Bibliotheksgebäude wiederhergestellt und am 24.Oktober 2007 wieder eröffnet werden.

Denkmal

Bevor der Rundgang am Goethe-Schiller-Denkmal endet und wir in die Mittagspause entlassen werden, spazieren wir noch an den Wohnhäusern von Goethe und Schiller vorbei. Der Kontrast ist nicht zu übersehen, Goethes Haus ist viel größer und prachtvoller als Schillers Haus. Auch bekam Goethe das Haus aufgrund seiner Freundschaft zu Herzog Carl August von diesem geschenkt, Schiller hingegen musste es aus eigener Kraft erwerben. Trotz verschiedener Lebensverhältnisse waren beide Literaten wichtige Persönlichkeiten im gesellschaftlichen Leben der Stadt und inspirierten sich gegenseitig in ihrem Schaffen.

Weimar bietet eine Vielfalt an Restaurants, Gaststätten und anderen Essgelegenheiten. Besonders zu empfehlen sind die Thüringer Bratwürste, die man sich an jeder Ecke besorgen kann und über die wir uns dann auch hermachten.

Nach der mittäglichen Stärkung stand der Besuch des Goethe-Hauses auf dem Plan. Es erwartete uns ein sehenswerter Rundgang, der uns die Lebensweise Goethes und seiner Familie zeigte und uns tiefe Einblicke in die Arbeitsweise Goethes gab. Im angeschlossenen Goethe-Museum konnten wir die umfangreichen Sammlungen und unglaublich vielseitigen Interessen dieses wirklich großen Mannes bestaunen.

Goethe-Haus

Es hätte noch sehr viel zu entdecken gegeben, in der Stadt und besonders auch im Goethe-Museum, doch um fünf Uhr saßen wir schon wieder im Bus Richtung Heimat. Der gab aber seinen Geist auf, ein Ersatzbus musste her, dennoch kamen wir mit nur eineinhalb Stunden Verspätung wohlbehalten wieder in Weiden an.

Deutsche Geschichte und Kultur in Weimar: ein absolutes Muss für Geschichts- und Kulturinteressierte.

Rathaus

Barami Adnan

Valentin Schreml, Klasse 6e, gewinnt den Kreisentscheid des Vorlesewettbewerbs

„Das war ganz schön cool.“ Mit diesen Worten kommentierte der frisch gebackene Kreissieger des Vorlesewettbewerbs, Valentin Schreml, seinen Gewinn und die Teilnahme am Wettbewerb.
Beim Kreisentscheid, der am 18.2. im Saal der Regionalbibliothek stattfand, traten alle zwölf Schulsieger des Kreises Weiden gegeneinander an. Wie bereits beim Wettbewerb um den Schulsieger präsentierten die Schülerinnen und Schüler zuerst einen von ihnen ausgesuchten und vorbereiteten Text (z.B. aus Rubinrot von Kerstin Gier oder Die drei ???), im Anschluss daran einen unbekannten Text (Rüdiger Bertram, Norden ist, wo oben ist), der von den Organisatoren der Veranstaltung ausgesucht worden war. Valentin überzeugte mit dem Vortrag eines Ausschnitts aus dem Klassiker „Krabat“ von Otfried Preußler, bei dem er vor allem die unterschiedlichen Figurenstimmen gekonnt ausgestaltete. Auch den Fremdtext meisterte er souverän. Der Sieger erhielt eine Urkunde sowie verschiedene Buchpreise – er darf auf seine Leistung stolz sein!

Regionalentscheid

Herzlichen Glückwunsch und viel Erfolg beim Bezirksentscheid!

Veronica Ellerbeck

Valentin Schreml, Klasse 6e, gewinnt den Vorlesewettbewerb am Kepler-Gymnasium

Am Mittwoch, den 4. Dezember fand am Kepler-Gymnasium der Schulentscheid des alljährlichen, bundesweiten Vorlesewettbewerbs statt. Im Vorfeld wurde in den einzelnen Klassen der 6. Jahrgangsstufe im Deutschunterricht bereits Klassensieger ermittelt, die schließlich beim Schulentscheid gegeneinander antraten. Die Wettbewerbsregeln sehen vor, zuerst aus einem vorbereiteten Buch (dieses Jahr unter anderem „Silber“ von Kerstin Gier, „Helden des Olymp“ von Rick Riordan oder „Noras Welt 2084“ von Jostein Gaarder) und dann aus einem ihnen unbekannten Buch (Erich Kästner, Der 35. Mai) dem Publikum vorzulesen.
Alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer (Tobias Bolleiniger, Johanna Pöllath, Quentin Uzman, Luica Magerl, Amelie Löw, Moritz Märtin und Kenneth Proske) überzeugten die Jury bestehend aus Frau Veronica Ellerbeck, Frau Verena Hauke und Frau Sabine Müller mit ihren Vorträgen – ganz besonders gelungen war jedoch der Vortrag des Schülers Valentin Schreml, Klasse 6e, der eine Verhörszene beim britischen MI6 aus Horowitz’ „Stormbreaker“ nicht nur spannend und mitreißend ausgestaltete, sondern dabei vor allem seine Stimme gekonnt zum Einsatz brachte. Sowohl das Publikum der 5. Klassen als auch die Jury waren restlos begeistert! Der Schulsieger darf nun in die weiterführende Runde – der Regionalentscheid findet im Februar 2014 in der Regionalbibliothek Weiden statt. Alle Teilnehmer und Teilnehmerinnen erhielten als Anerkennung Buchgutscheine.
Herzlichen Glückwunsch und viel Erfolg beim Regionalentscheid!

Veronica Ellerbeck

Teilnehmer

Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer sowie der Sieger Valentin Schreml (dritter von rechts).

Jahrgangsstufentest 2013

Nur wenige Wochen nach Beginn eines jeden neuen Schuljahres sind im Fach Deutsch für alle 6. und 8. Klassen zentrale Jahrgangsstufentests durchzuführen. Und wie schon bisher praktiziert, wurden auch heuer die Schüler mit den besten Ergebnissen ausgezeichnet. Herr OStD Anderlik und Frau Zöller, die Fachbetreuerin für Deutsch, gratulierten den Einser-Schülern mit einer Urkunde und überreichten dazu noch einen Büchergutschein. Herzlichen Glückwunsch!

Vordere Reihe von links: Amelie Löw (6d), Sebastian Kneidl (6b), Quentin Uzman (6b), Anna Kick (8e); hinten: Markus Maier (8d), Julia Schott (8e); auf dem Bild fehlen: Simon Braun (8e), Felix Kraus (8f).

„Tschick“ – Theaterfahrt nach Regensburg

Die Klassen 8e und 8h besuchten nach getaner Lektürearbeit zu Wolfgang Herrndorfs Roman „Tschick“ eine Aufführung der aktuellen Produktion des Stadttheaters Regensburg. Zwei außergewöhnliche Charaktere – Maik und Tschick – treffen aufeinander, die gegensätzlicher nicht sein könnten, wie folgende „Charakterisierung auf einem Post-it“ von Schülern der Klasse 8h verdeutlicht:

„Maik ist ein reicher, jedoch von seinen Eltern vernachlässigter Junge, der von allen als Weichei gesehen wird und deshalb Mut beweisen will, indem er mit Tschick und einem geklauten Lada durch Deutschland fährt.“

„Andrei ‚Tschick’ Tschichatschow ist ein nicht besonders gut integrierter draufgängerischer Russlanddeutscher, der an sich ein guter Kerl ist, jedoch immer wieder mit dem Gesetz in Konflikt gerät.“

Beide Außenseiter tun sich zusammen, Tschick reißt Maik aus seiner Lethargie, Maik bremst Tschick in seinem Leichtsinn – und während ihres Roadtrips durch den Osten Deutschlands erkennen die beiden, was Freiheit, Freundschaft und Unbeschwertheit bedeuten, lernen aber auch Selbstverantwortung zu übernehmen.
Die Theateraufführung bestach durch ein einfaches, aber überzeugendes Bühnenkonzept, ein junges spielfreudiges Ensemble sowie einer gelungenen Bühnenfassung des Romans. Wie wichtig und zielführend „junges Theater“ ist, wurde bei diesem Besuch deutlich.

Veronica Ellerbeck

Erlebnisse im Stasi-Knast

Eine besondere Erfahrung mit Literatur durften am 24. April die Schüler der neunten Jahrgangsstufe machen. Der berühmte Jugendbuchautor Klaus Kordon war im Rahmen der Weidner Literaturtage am Kepler-Gymnasium zu Gast und las aus seinem autobiographischen Werk „Krokodil im Nacken“ (2002). In diesem Buch geht es um die Lebensgeschichte eines Mannes namens Manfred Lenz, der zu Beginn der 70er Jahre mit seiner Familie über Bulgarien die DDR verlassen wollte und dessen Fluchtpläne scheiterten.
Dabei las der Autor nicht nur aus diesem Werk vor, sondern machte durch viele per-sönliche Anmerkungen und Erklärungen Geschichte lebendig und greifbar. Detailliert und eindrucksvoll erfuhren die Schüler, welche Erfahrungen Menschen, die bei der Republikflucht aus der DDR gefasst wurden und anschließend im Gefängnis saßen, machen mussten. „Die [Mitarbeiter der Stasi] wollten dich durch tagelange Verhöre mürbe machen und wenn du gestanden hast, ist es noch lange nicht vorbei“, beschrieb der Autor seine bedrückenden Erfahrungen.
Die eindrucksvollen Passagen, die er aus seinem Buch vortrug, machten deutlich, warum dieser Autor, der 1995 den deutschen Jugendliteraturpreis erhielt, bis heute zu den renommiertesten Schriftstellern historischer Romane für Jugendliche gehört. Auch viele Schüler zeigten sich in der anschließenden Fragerunde von dieser Art des Literatur-und Geschichtsunterrichts beeindruckt.

Kathrin Hennig

Klaus Kordon

Klaus Kordon, Jahrgang 1943, der Autor von nahezu hundert Büchern und gewürdigt mit fast 20 (Jugend-)Literaturpreisen.

Der Poetry Slammer, Lesebühnen-Autor und Romancier Christian Ritter im Rahmen der Literaturtage 2013 zu Gast am Kepler

Die Schüler/innen beim Workshop

„So wenig pornografisch wie möglich bitte", sagte uns Christian Ritter grinsend während des Poetry Slam-Workshops am 19. April, da die zufällig in den Aufwärmübungen gefundenen Wörter „Oschi", „Sack", „gelb", „lecken" und „Baum", welche wir anschließend in unsere eigens verfassten Texte einbauen sollten, durchaus diverse Möglichkeiten dazu boten. Doch etwas in diese Richtung hat niemand geschrieben, eher wurde "Oschi" zu - so einfach wie genial – „Hiroshima", ein Eis wurde geleckt oder ein Mehlwurm schrie auf einem Stuhl unter einem Baum.
Natürlich reichten zwei Schulstunden nicht aus, um aus uns Deutschlands neue Nummer 1-Slammer zu machen, doch wir merkten, dass jeder ein gewisses Potenzial besitzt. Ja, dass das Schreiben sogar richtig Spaß macht. Ähnlich erging es auch dem Diplom-Germanisten Chris-tian Ritter selbst, nachdem er spontan an einem Wettbewerb in Bamberg teilgenommen hatte. Seitdem zieht ihn das Dichten in seinen Bann und ziemlich erfolgreich ist er damit ebenfalls. So gewann er den Bayernslam 2010, veranstaltet die Poetry Slams in Bamberg und Würzburg und ist selbst fleißig am Bücherschreiben.
Das aktuellste Buch, „Geschlechtsverkehr: Eine Einführung“, gab es übrigens für die beiden Gewinner des Workshops als Belohnung. Wirklich lesenswerte 156 Seiten, nur so nebenbei ...

Joshua Hamilton, Klasse 10c

"Junge Leserinnen und Leser beim Gipfeltreffen der deutschen Literaturbranche"
- Besuch der Leipziger Buchmesse -

Es sind gewiss facettenreiche Eindrücke, welche die Schülerinnen und Schüler der achten und zehnten Klassen gemeinsam mit den Lehrkräften Christian Obermayer, Bergith Schimanek und Daniela Müller-Baltzer am 16. März 2013 beim Besuch der Leipziger Buchmesse gesammelt haben.
Nach der knapp dreistündigen Fahrt in die Metropolregion Sachsens bot sich den Schülern nach einer kurzen Einweisung durch die Lehrkräfte die Gelegenheit, selbst das Messegelände sowie die Stände der einzelnen Aussteller zu "erobern". Bereits in der Eingangshalle säumten zahlreiche Anime Figuren und andere fiktive Charaktere aus Literatur, Film und Fernsehen den Weg der Kepler-Gymnasiasten.
Neben zahlreichen Top-Schriftstellern wie beispielsweise Ursula Poznanski, aus deren Feder u.a. Bestseller wie "Erebos" und "Saeculum" stammen, waren auch populäre Persönlichkeiten der deutschen Film- und Fernsehkultur auf der Messe anzutreffen. So fand während unseres Aufenthalts die Live-Übertragung des "Blauen Sofas" (Literatursendung des ZDF) mit Wolfgang Herles und Klaus Kleber statt.
Gegen 17.00 Uhr hieß es dann leider auch schon wieder "Leipzig ade", da die Zeit der Heimreise gekommen war. Sollte man ein Resümee ziehen, wäre zu sagen, dass die Leipziger Buchmesse so gut wie immer eine Reise wert ist.

Quirin Braun (10c)

Schüler auf der Buchmesse

Nathan der Weise, Tourneetheater am Kepler

„Wie aus einer guten Tat,
Gebar sie auch schon bloße Leidenschaft,
Doch so viel andre gute Taten fließen!“

Am Dienstag, dem 5. März 2013, konnte die Fachschaft Deutsch das Tourneetheater formum.theater aus Wien mit Lessings Drama „Nathan der Weise“ begrüßen. Die 10. und 11. Klassen waren hierzu eingeladen, um ihr Wissen über die Epoche der Aufklärung zu festigen bzw. aufzufrischen. Dass Lessings Stück auch heute noch aktuell ist, machte der Darsteller des Sultans Saladin in seiner kurzen Vorrede am Beginn der Aufführung in der Osthalle deutlich. Er verwies auf die aktuellen Krisenherde Mali und Afghanistan, wo Drohnen das Leben von unschuldigen Zivilisten bedrohten.

 

Nathan der Weise (1)

Quelle: wikimedia.org

Obwohl Lessings Originaltext für die Schule überarbeitet wurde, büßte er nichts von seiner auf Erziehung zur Toleranz abzielenden Botschaft ein. Die heutigen Kriege werden wie die zur Zeit des Absolutismus oftmals mit religiösen oder kulturellen Differenzen begründet. Dass es keinen heiligen Krieg geben kann, macht Lessings berühmte Ringparabel, die der weise Jude Nathan dem muslimischen Sultan Saladin im Stück erzählt, deutlich. Die dritte Weltreligion, das Christentum, kommt in der Figur des Kreuzritters zu Wort, der die Adoptivtochter Nathans aus den Flammen von dessen brennendem Haus rettet.
Alle drei Söhne (gemeint sind die drei Weltreligionen) stehen, so die Parabel, gleichwertig vor dem Vater. Alle drei sind ihm gleich lieb.

Nathan der Weise (2)

Quelle: http://www.noz.de/lokales/69670573/wiener-theaterensemble-spielt-nathan-der-weise-an-wilhelm-busch-schule-in-hunteburg

Der kräftige Applaus des jungen Publikums belohnte die mit einfachsten technischen Mitteln arbeitenden Darsteller aus Wien und zeigte, dass Lessings Botschaft am KGW nicht ungehört blieb.

Nathan der Weise (3)

Quelle: http://www.rs-wies.hd.schule-bw.de/cms/jupgrade/index.php/aktuelles/598-nathan

Ulrich Sehm

Johan vom Po entdeckt Amerika
von Dario Fo
gespielt von Wolfgang Krebs

Vom heimatlichen Po an den Arsch der Welt! Der italienische Bauer Johan wird von der In-quisition verfolgt, weil er mit einer „Hexe“ liiert ist. Auf der Flucht landet er ausgerechnet auf dem Schiff von Christoph Columbus und begleitet diesen unfreiwillig auf seine vierte Entde-ckungsreise nach Amerika. Dort angekommen beginnt eine wahre Odyssee: Johan gerät an Kannibalen, freundet sich mit den „Wilden“ an und kämpft letztendlich gegen die Europäer, da diese die Einheimischen gnadenlos ausbeuten.
Witzig, flott und respektlos schildert der Literaturnobelpreisträger Dario Fo die Geschichte von der Entdeckung Amerikas aus der Sicht des einfachen Mannes und der Indianer. Doch nicht nur die Geschichte des Ein-Mann-Stücks ist absolut einzigartig, auch die Darstellung sucht ihresgleichen: Wolfgang Krebs verkörpert die Rolle des Johan und vieler anderer Figu-ren in einer schauspielerischen Meisterleistung. Mit seiner großartigen Gestik und Mimik stellt er die Geschehnisse nicht nur anschaulich, sondern auch sehr amüsant dar und bringt sein Publikum zum Lachen. Die Stimme verstellt er gekonnt, seine Bewegungen passen perfekt zur Geschichte, wenngleich sie manchmal ein wenig übertrieben wirken. Aber das ist wohl nötig, wenn ein einziger Darsteller zuständig ist für Leben und Anschauung des gesamten Geschehens auf der Bühne.
In jedem Fall lohnt es sich, dieses kuriose Ein-Mann-Stück gesehen zu haben.

Katharina Andonie, Q 12

Dario Fo sagte 1997 in Stockholm anlässlich der Verleihung des Nobelpreises für Literatur an ihn:
„Die Macht, und zwar jede Macht, fürchtet nichts mehr als das Lachen, das Lächeln und den Spott. Sie sind Anzeichen für kritischen Sinn, Phantasie, Intelligenz und das Gegenteil von Fanatismus. Ich bin nicht mit der Idee zum Theater gegangen, Hamlet zu spielen, sondern mit der Ansicht, ein Clown zu sein, ein Hanswurst.“

Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Dario_Fo

Dario Fo

Foto: Dario Fo am 11. Juli 2008 anlässlich der Vorstellung seines neuen Buches „L'apocalisse rimandata, ovvero Benvenuta catastrofe!“, aufgenommen von Daniele Medri, Cesena / Itali-en

Quelle: http://de.wikipedia.org/

Fantasy-Lesung eines Neuntklässlers vom Gymnasium Neustadt am Kepler

Am Montag, dem 10.12.2012, lauschten die Schüler der 7e und 7f sowie einige Interessierte aus der 7b gespannt der Lesung des 15-jährigen Autors Jan Schwarz, der von seiner Trilogie „Der zwölfte Orden“ erzählte. Der junge Autor hat schon die ersten zwei Bücher fertiggestellt und arbeitet gerade am letzten Teil. Trotz seines jungen Alters meisterte er die Vorlesung mit Bravour, während viele Schüler gebannt zuhörten; manche kauften sich sogar die Bücher. Am Ende bekam Jan Schwarz von den Deutschlehrern Anna-Veronika Zöller und Peter Schönberger einen Büchergutschein im Wert von 30 € überreicht, den die Schüler zusammen finanziert hatten.

Felix Dotzler und Markus Meier, Klasse 7f

Fantasy-Lesung (1)

Fantasy-Lesung (2)

Jan Schwarz bei der Fantasy-Lesung